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Insolvente Sanochemia soll fortgeführt werden

Mit 27 Millionen Euro Überschuldung. Eine Fortführung ist geplant.

Sanochemia ist zahlungsunfähig © samarttiw - Fotolia
 

Begonnen hat es mit Qualitätsproblemen in der Pharma-Produktion vor eineinhalb Jahren. Nun ist die börsennotierte österreichische Sanochemia Pharmazeutika AG mit Sitz in Wien mit 27 Millionen Euro Überschuldung insolvent, teilt der Kreditschutzverband KSV1870 mit. Das Unternehmen hat am Montag Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien gestellt.

Der Pharmakonzern habe Passiva in Höhe von 49 Millionen Euro, davon seien 12,5 Millionen besichert und 36 Millionen unbesichert, so der KSV1870. Als Aktiva habe Sanochemia rund 22 Millionen Euro angeführt, daraus ergibt sich eine Überschuldung von 27 Millionen Euro. Es seien 282 inländische und ausländische Gläubiger und 163 Dienstnehmer betroffen. Rund 140 der 163 Dienstnehmer sind in Neufeld im Burgenland in der Produktion tätig. 

20 Prozent Quote

Das Unternehmen plant die Sanierung sowie die Fortführung des Unternehmens. Die angebotene Mindestquote von 20 Prozent wolle Sanochemia teils durch die Unternehmensfortführung und teilweise mittels einer Kapitalerhöhung finanziert werden.

Montag voriger Woche hatte Sanochemia erklärt, man werde ein Insolvenzverfahren beantragen, da der Cashflow aus dem laufenden Geschäft die Liquiditätslücke im Unternehmen nicht abdecken könne. Die Tochtergesellschaften in Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, UK und den USA sind nicht insolvenzverfangen.

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