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Bei hartem BrexitNotenbank weicht von Horror-Szenario ab, sieht aber deutliches Minus

Die Bank of England erwartet bei einem ungeregeltem Austritt einen Rückgang der britischen Wirtschaftskraft um 5,5 Prozent.

Die Notenbank "Bank of England"
Die Notenbank "Bank of England" © APA
 

Die britische Notenbank ist von Schätzungen abgerückt, wonach ein ungeregelter Brexit das Land härter als die Finanzkrise treffen könnte. Notenbankchef Mark Carney sagte am Mittwoch, die Bank of England gehe mittlerweile davon aus, dass die Wirtschaftskraft im schlimmsten Fall binnen ungefähr eines Jahres um 5,5 Prozent schrumpfen würde.

Im November war sie noch von minus acht Prozent ausgegangen. Zum Vergleich: In der Finanzkrise waren es minus 6,25 Prozent.

Die Notenbank begründete die Revision damit, dass seit dem Ende vorigen Jahres die Vorbereitungen auf den Brexit weiter fortgeschritten seien. In einem Schreiben an Abgeordnete betonte Carney allerdings, die Szenarien seien lediglich eine Beschreibung dessen, was kommen könne. Es handle sich nicht um Prognosen des wahrscheinlichsten Ausgangs.

Bisher sieht es nach einem Brexit ohne Scheidungsvertrag aus, vor dessen schwerwiegenden Folgen für die Wirtschaft viele Verbände warnen. Premierminister Boris Johnson will das Land unbedingt Ende Oktober aus der EU führen, notfalls auch ohne Abkommen. Das Unterhaus sollte noch am Mittwoch über einen Gesetzesentwurf abstimmen, der eine dreimonatige Verschiebung des Brexit-Termins bis zum 31. Jänner 2020 vorsieht. Voraussetzung wäre dafür, dass es vorher kein neues Abkommen mit der EU über den Austritt Großbritanniens gibt.

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