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Vier Milliarden DollarSpielzeugkonzern Hasbro kauft "Peppa Wutz"-Studio

Der Spielekonzern Hasbro will sich stärker auf Kleinkinder fokussieren und das Studio Entertainment One kaufen, das "Peppa Wutz" und "The Walking Dead" produziert.

Peppa Wutz soll Teil des Hasbro-Imperiums werden
Peppa Wutz soll Teil des Hasbro-Imperiums werden © AP
 

Der US-Spielzeughersteller Hasbro, der unter anderem die Spiele Monopoly und Scrabble vertreibt, will das kanadische TV-Produktionsunternehmen Entertainment One übernehmen und damit sein Geschäft im lukrativen Unterhaltungsmarkt für Kleinkinder verstärken. Rund vier Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) in bar lässt sich der Konzern den Produzenten der Zeichentrick-Serien Peppa Wutz und PJ Masks Pyjamahelden kosten.

Hasbro, der Hersteller von Nerf-Spielzeugwaffen und Power-Ranger-Figuren, könne damit beliebte globale und familienorientierte Marken seinem Portfolio hinzufügen, erläuterte Konzernchef Brian Goldner. Der Deal soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Der Spielzeughersteller stößt mit Zukäufen kleinerer Firmen und Kooperationen mit großen Studios immer mehr auch in die Produktion von TV-Serien und Filmen vor, um dann entsprechende Spielzeugfiguren und Werbeartikel herzustellen. So erfreuen sich etwa Figuren zu den "Avenger"-Filmen wachsender Beliebtheit.

Peppa Wutz und The Walking Dead

Peppa Wutz, eine weltweit ausgestrahlte Serie über die Abenteuer des Schweinemädchens Peppa und ihres Bruders George, macht den Großteil der Umsätze von Entertainment One aus, das auch die Zombie-Serie "The Walking Dead" im Programm hat. Mit dem Zukauf unterstreiche Hasbro seine Strategie, nicht nur Spielzeug herzustellen, sondern ganze Unterhaltungsmarken zu kreieren, erklärte Jackie Breyer vom Branchenmagazin "The Toy Book". "Das ist ein Riesendeal."

Während die in London notierten Aktien von Entertainment One am Freitag rund 30 Prozent nach oben schossen, verloren die an der US-Börse Nasdaq gelisteten Hasbro-Titel nachbörslich fünf Prozent. Der Konzern will 5,60 Pfund pro Entertainment-One-Aktie zahlen, ein Aufschlag von 26 Prozent auf den Schlusskurs von Donnerstag, und die Übernahme durch Schulden und über Kapitalmaßnahmen finanzieren.

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