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Autoindustrie in der Krise Führende Autohersteller sagen Messe in Frankfurt ab

Frankfurter Messegelände ist längst nicht ausverkauft. Nur noch in vier Hallen werden neue Autos gezeigt. Alle Japaner bis auf Honda, die US-Hersteller mit Tesla sowie führende Unternehmen aus Frankreich und Italien haben abgesagt.

Bei der Automobilmesse im September in Frankfurt wird in diesem Jahr so mancher Autohersteller nicht vertreten sein © Oliver Wolf
 

Gewinnwarnungen, sinkende Absatzzahlen und Jobverluste: Unmittelbar vor Eröffnung der 68. Internationalen Automobilausstellung (IAA) Pkw in Frankfurt geht es der Branche alles andere als gut. Die Krise hat deutliche Spuren im Programm der Autoschau hinterlassen. Vor allem internationale Hersteller machen einen weiten Bogen um die Veranstaltung des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA).

Unter anderem haben alle Japaner bis auf Honda, die US-Hersteller mit Tesla sowie die führenden Unternehmen aus Frankreich und Italien abgesagt.

Viele Zulieferer vertreten

Auf dem längst nicht ausverkauften Frankfurter Messegelände werden nur noch in vier Hallen neue Autos gezeigt, wobei die deutschen Konzerne VW, Daimler und BMW mit einigen internationalen Einsprengseln wie Hyundai oder Landrover fast unter sich bleiben. Dazu gesellen sich wie in den Vorjahren noch zahlreiche Zulieferer. Der VDA will dem Schwund mit einem neuen Konzept begegnen, setzt auf noch mehr Diskussionen, die engere Zusammenarbeit mit Digitalfirmen und neue Attraktionen wie eine große Oldtimer-Show.

Messlatte liegt hoch

VDA-Sprecher Eckehart Rotter findet Vergleiche mit der Vorgängermesse im Jahr 2017 nicht fair: "Angesichts der gewaltigen Transformation, in der die Branche sich befindet und die sie vorantreibt, wäre es verkehrt, an die IAA alte Messlatten anzulegen wie beispielsweise die belegten Quadratmeter oder die Zahl der Aussteller." Tatsächlich liegt die Messlatte aus 2017 mit rund 1000 Ausstellern aus 39 Ländern und 810.000 Besuchern ziemlich hoch. Gezeigt wurden vor zwei Jahren laut VDA-Zählung 363 Neuheiten, darunter 228 Weltpremieren.

"Die Autoindustrie fährt in ihre größte Krise seit mehr als 20 Jahren. In diesem Jahr werden weltweit gut fünf Millionen Pkw weniger verkauft werden als im letzten Jahr", beschreibt Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen die globale Lage. Die weltweiten Überkapazitäten lägen damit bei mehr als 8 Millionen Autos. Markenhersteller wie Zulieferer stünden vor hohen Investitionen in die Elektromobilität, die in den nächsten Jahren keine nennenswerte Gewinne einfahren werde.

Toyota stellt nicht aus

Die Liste der Absagen von Alfa Romeo bis Volvo ist lang. Als globale Nummer 2 hinter Volkswagen begnügt sich beispielsweise Toyota mit der Rolle als Mitveranstalter des "japanischen Abends". Ihre Modelle zeigen die Japaner lieber in einem "Mobility Loft", das beispielsweise bei den Umwelttagen Köln Station machte. Der Verzicht auf einen IAA-Stand gelte aber nur für 2019, für die kommende IAA werde neu entschieden, erklärt Deutschland-Sprecher Thomas Schalberger.

Kommentare (1)

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georgXV
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10
Lesenswert?

???

könnte es sein, daß die Entscheidungen GEGEN eine Teilnahme an der IAA auch den Wahnsinnspreisen für Standmiete, -bau, Messepersonal, Hotels, usw, usw. geschuldet ist ???!!!
Eine Teilnahme an der IAA kostet MILLIONEN, im Falle von Daimler, Audi und BMW höchstwahrscheinlich sogar im 2-stelligen Millionenbereich !!!

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