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Amazon Prime DayHandelsverband warnt vor Verkauftricks: Rabatte gering

Mit dem "Prime Day" versucht Amazon derzeit mit Sonderrabatten die Verkaufszahlen nach oben zu schrauben. Kunden sollten vor dem Kauf allerdings genau vergleichen, rät der Handelsverband.

Die Rabattaktionen bei Amazon sind meist gar nicht so großzügig
Die Rabattaktionen bei Amazon sind meist gar nicht so großzügig © AP
 

Der Handelsverband rät zu Vorsicht bei Blitzangeboten beim Aktionstag "Amazon Prime Day" des weltgrößten Online-Händlers. Die Rabattaktionen könnten tatsächlich Ersparnisse bringen, allerdings "versucht Amazon mit vielen Methoden, etwa künstlich erzeugter Knappheit durch Countdowns, seine Kunden innerhalb dieser zwei Tage zum Kaufabschluss zu bringen", so Verbandsgeschäftsführer Rainer Will.

Zudem seien viele der beworbenen Rabatte weniger großzügig als von Amazon suggeriert werde, denn die Sonderpreise würden gerne mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller verglichen und nicht mit dem aktuellen Marktpreis. Den Konsumenten empfehle man daher vor jedem Kauf, den Preis des gewünschten Produkts auf Preisvergleichsplattformen oder anderen Webshops zu vergleichen.

Kunden an Amazon verloren

Der Handelsverband geht davon aus, dass in Österreich knapp die Hälfte der Haushalte bereits über ein Amazon Prime Abo verfügt. "Diese Prime-Kunden sind für den restlichen Handel, und damit für die heimische Wertschöpfung, weitgehend verloren, da sie fast nur noch bei Amazon einkaufen", so Will.

Voice-Commerce - der Einkauf über Sprachassistenten wie Alexa - steht in Österreich laut Handelsverband noch am Anfang, wächst aber exponentiell. Mehr als 450.000 Österreicher nutzten internetbasierte persönliche Assistenten. Mehr als 30.000 heimische Konsumenten hätten bereits auf diesem Weg Produkte bestellt. Die Zahl der Voice-Shopper habe sich damit seit 2018 verdoppelt.

Alexa-Bestellungen mit falscher Mehrwertsteuer

Testbestellungen des Handelsverbandes hätten gezeigt, dass bei Bestellungen via Alexa Konsumentenschutzbestimmungen nicht eingehalten würden: Es seien vor der endgültigen Bestellung die Produktbezeichnung und der Preis genannt worden. Eine Bejahung der Frage von Alexa, ob der Artikel gekauft werden solle reiche und die Bestellung werde zahlungspflichtig aufgegeben. Nach der Kaufbestätigung werde ein um ein Prozent höherer Gesamtpreis genannt.

Die Erklärung dafür: Der zunächst genannte Preis enthalte die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Erst nach zahlungspflichtiger Bestellung werde der tatsächliche Kaufpreis inklusive der österreichischen Mehrwertsteuer von 20 Prozent genannt. "Dieses Vorgehen widerspricht klar der geltenden Rechtslage", schreibt der Handelsverband in seiner heutigen Pressemitteilung.

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