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Sieben deutsche StandorteStreiks! Gewerkschaft will Amazon an Rabatttagen treffen

Zum traditionellen Schnäppchentag bei Amazon wollen Beschäftigte in dieser Woche an sieben Standorten in Deutschland in den Streik treten.

© (c) AP (Jens Meyer)
 

Das Motto lautet: "Kein Rabatt mehr auf unsere Einkommen". Zum traditionellen Schnäppchentag beim Versandhändler Amazon wollen Beschäftigte in dieser Woche an sieben Standorten in Deutschland in den Streik treten, um bessere Einkommen durchzusetzen. Die Ausstände sollten in der Nacht von Sonntag auf Montag beginnen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit.

Sie fordert für die Amazon-Beschäftigten Tarifeinkommen wie im Einzel- und Versandhandel. Dafür solle Amazon regionale Flächentarifverträge anerkennen.

Amazon teilte mit, dass der Streikaufruf keinen Einfluss auf die Lieferungen an die Kunden haben werde. "Die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal", erklärte ein Konzernsprecher. "Die Pakete kommen an."

"Tarifflucht und Niedriglöhne"

Der Streikbeginn fällt zusammen mit zwei sogenannten Prime Days, an denen Amazon mit starken Rabatten lockt. "Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten", kritisierte Verdi-Handelsexperte Orhan Akman den US-Konzern.

Die Rabatte an die Kundinnen und Kunden lasse sich Amazon "durch Tarifflucht und Niedriglöhne der eigenen Beschäftigten bezahlen", beklagte der Gewerkschafter. "Damit muss Schluss sein." Das Unternehmen müsse endlich die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennen, die Löhne und Gehälter bei Amazon dürften nicht länger "nach Gutsherrenart bestimmt" werden.

"Fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber"

Der Konzern wies die Forderungen der Gewerkschaft zurück. "Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann", erklärte ein Unternehmenssprecher. "Amazon bietet ein kollegiales Umfeld und attraktive Löhne."

Verdi wiederum argumentierte, dass das Geld für eine bessere Bezahlung der Amazon-Mitarbeiter "vorhanden" sei. Die Gewerkschaft verwies dazu darauf, dass Amazon alleine heuer im ersten Quartal nach eigenen Angaben weltweit einen Rekordgewinn von rund 3,2 Milliarden Euro erzielt habe.

Der Konzern teilte mit, er bezahle in seinen deutschen Logistik-Zentren "am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich" sei. In Deutschland begännen die Amazon-Mitarbeiter mit einem Lohn von umgerechnet mindestens 10,78 Euro brutto pro Stunde. Nach 24 Monaten seien es im Durchschnitt 2.397 Euro brutto im Monat.

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Danke für Ihr Verständnis.

eveline49
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Lesenswert?

Richtig

Es gehört endlich was getan für die Arbeiter.

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