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Gewerkschaft drohtDicke Luft zwischen Lufthansa und den Flugbegleitern

Neuer Konflikt zwischen der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft UFO droht im Sommer zu eskalieren. Am Donnerstag wolle man die Öffentlichkeit über weitere Schritte informieren.

Dicke Luft zwischen der Lufthansa und den Flugbegleitern
Dicke Luft zwischen der Lufthansa und den Flugbegleitern © dapd
 

Bei der AUA-Mutter Lufthansa bahnt sich ein neuer Konflikt mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO an. Die Gewerkschaft warf der Fluggesellschaft am Montag vor, "jedes Gespräch mit der Kabinengewerkschaft konzernweit" abzulehnen. Insbesondere bei der Lufthansa-Tochter Eurowings spitze sich der Konflikt nun zu.

In den nächsten Tagen wollen die Gremien der Gewerkschaft das weitere Vorgehen beraten und am Donnerstag die Öffentlichkeit informieren.

Eurowings erkennt Einigung nicht an

UFO und Eurowings hatten 2017 den SPD-Mann Klaus Wowereit als Schlichter für ihren damaligen Tarifkonflikt eingeschaltet. In einem Schiedsverfahren habe man sich auf eine Reihe von Tarifverträgen geeinigt. Eurowings habe diese nun nicht anerkannt, womit das Verfahren am Wochenende ergebnislos geendet sei, hieß es.

"Einseitig elementare, längst beschlossene Regelungen für die Kolleginnen und Kollegen zu verhindern, ist nicht zu akzeptieren", erklärte der stellvertretende UFO-Vorsitzende Daniel Flohr. Das "Verhandlungsembargo" sei inakzeptabel und werde "konkrete Auswirkungen" in den Konzern-Flugbetrieben haben. Die UFO-Vorsitzende Sylvia De la Cruz sagte: "Ab diesem Punkt ist nichts mehr auszuschließen."

Lufthansa bestätigt: keine Gespräche

Eine Lufthansa-Sprecherin betonte, man stehe weiter zur Tarifpartnerschaft. "Hierzu brauchen wir einen zuverlässigen Tarifpartner." Derzeit sei nicht erkennbar, "wann und wie UFO ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt." Bei UFO gab es in den vergangenen Monaten einen heftigen internen Führungsstreit, in dem Chef Nicoley Baublies und weitere Vorstände zurücktraten.

Im März hatte UFO Tarifverträge mit Lufthansa gekündigt und drei Monate vor Ende der Friedenspflicht per 30. Juni mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa hatte die Kündigungen jedoch nicht anerkannt.

Kommentare (1)

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plolin
4
5
Lesenswert?

Nicht schon wieder

Jedes Jahr das gleiche Theater

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