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Durch SteuerreformMassive Kritik an "saftiger Steuererhöhung für Autofahrer"

"Steuererhöhung für die breite Masse": Nach dem ÖAMTC haben sich nun die Automobilimporteure auf die Pläne der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ eingeschossen.

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Wieder wird die Steuerreform seitens der Autolobby kritisiert. Nach dem ÖAMTC haben sich nun die Automobilimporteure auf die Pläne der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ eingeschossen. Das Vorhaben, Steuern nicht zu erhöhen und Regeln zu vereinfachen, wird laut dem Arbeitskreis der Autoimporteure in ihrem Bereich nämlich nicht erfüllt. Vielmehr gebe es eine Steuererhöhung für die breite Masse.

Auch "echte Veränderungen" werden vermisst, dazu habe der "Mut gefehlt", so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure in einer Aussendung. "Denn es wäre allerhöchste Zeit, die automotiven Steuern so zu gestalten, dass nicht der Besitz, sondern verstärkt der Gebrauch eines Fahrzeuges besteuert wird. Die Devise 'Wer mehr fährt, stößt auch mehr CO2 aus und sollte daher mehr bezahlen' wäre zeitgemäß und würde dem Ökologisierungsansatz entsprechen", so Kerle. "Stattdessen gibt es noch mehr Komplexität bei den Steuersystemen und obendrauf eine saftige Steuererhöhung für die Autofahrer."

"Nicht aufkommensneutral"

Auch die NoVA-Formel sei nicht wie angekündigt aufkommensneutral angepasst worden, kritisierte heute der Importeursverband wie auch vor einigen Tagen bereits der Autofahrerklub ÖAMTC. "Nachdem wir die Ergebnisse der Steuerreform mit unseren Mitgliedern in der Anwendbarkeit überprüft haben, können wir uns den Aussagen des ÖAMTC anschließen, wonach die NoVA-Mehreinnahmen für den Staat bei unverändertem Kaufverhalten und gleichbleibendem Markt künftig rund 150 Mio. Euro betragen werden", so Kerle. "Die NoVA wird um durchschnittlich 20 Prozent steigen, was einer Erhöhung von 300 Euro pro Pkw entspricht." Dabei handle es sich um Durchschnittsberechnungen, für manche Pkw werde die NoVA auch günstiger als bisher ausfallen.

Trotzdem: "Das ist schon die zweite NoVA-Erhöhung innerhalb kürzester Zeit", kritisiert der Verbandssprecher. "Denn die NoVA ist bereits durch die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP im September 2018 deutlich gestiegen. Trotz Rückgang bei den Neuzulassungen konnte der Staat dadurch Mehreinnahmen in Höhe von 60,8 Millionen Euro aus der NoVA generieren." Ohne einer Anpassung der Formel hätte sich die Normverbrauchsabgabe im Schnitt sogar verdoppelt. Aber dennoch: bei einer Erhöhung um 20 Prozent von 'aufkommensneutral' zu sprechen, "ist für uns nicht nachvollziehbar", so Kerle.

"Steuererhöhung für die breite Masse"

"Wir haben dem Finanzministerium in unzähligen Gesprächen und anhand enormer Datenmengen klar nachgewiesen, dass die Verbrauchswerte – auf dem Papier – durch das neue Messverfahren WLTP um mindestens 25 Prozent steigen. Leider wurde diese Tatsache in der neuen NoVA-Formel nicht einmal ansatzweise ausreichend berücksichtigt", kritisiert Kerle. "Das gleicht einer Steuererhöhung für die breite Masse."

An Komplexität gewinne durch die Steuerreform auch die motorbezogene Versicherungssteuer, da diese jetzt zusätzlich zur Motorleistung den Faktor CO2 berücksichtige. "Eine Ökologisierung des Steuersystems ist grundsätzlich sinnvoll und zu befürworten. Sie sollte jedoch aufkommensneutral sein sowie Bürokratie abbauen anstatt zu schaffen – jetzt ist allerdings das Gegenteil der Fall", so Kerle. "Durch die Änderungen aus der Steuerreform steigt die motorbezogene Versicherungssteuer um durchschnittlich 10 Prozent und fällt mittlerweile bis zu vier Mal höher aus als in Deutschland."

Kommentare (8)

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ichbindermeinung
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da kommt noch viel mehr Dank der gepriesenen u. mit dem Steuergeld der Bürger geförderten Eautos

Da wird noch bzw. muss noch weit mehr kommen; Sobald die Eauto Marktdurchdringung noch weiter ansteigt und dementsprechend die Öl/Treibstoffumsätze plus MWst zurückgehen incl. Versicher.steuereinnahmen und weitere Ausfälle müssen als Kompensation irgendwo anders Preise/Steuern angehoben werden z.B. Strom oder Mehrwertsteuer....wenn man einer Schraube dreht, drehen sich halt viele andere im Umkreis mit

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stprei
14
19
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Gleichbleibendes Kaufverhalten

Der Steuerungseffekt der NoVA zielt ja genau darauf ab, das Kaufverhalten zu kleineren, sparsameren Autos zu steuern. Und wer den dicken 250 PS SUV will, der wird stärker belastet.

Das ist wegen der Margen zwar verständlich unangenehm für Händler, aber insgesamt wird ja der Steuerungseffekt erreicht. Man müsste sich nur um auch um die Luxus-Sport-Hybride (Porsche etc) auch kümmern, bei denen ist der Lenkungseffekt zu gering.

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Sicherheitsfachkraft
5
29
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Gottseidank konnte ich das im südlichen Afirka vor langer Zeit lernen!

Irgendwann, lange, lange ist es her. Da habe ich mich gewundert, dass im südlichen Afrika der Sprit im Gegensatz zu den Einkommen relativ teuer war. Ich habe gefragt und die Antwort hat mich damals, in den 1980er Jahre verblufft!
Der Spritpreis beinhaltete damals die Steuer und die Versicherung!!!!!!!!!!
Also jeder der wenig fährt, einen relativ niedrigen CO2 Ausstoß hat und damit weder das Land verpeßtet, noch eine höhere Möglichkeit an Unfällen hat, der zahlt weniger als Machos, die um die Ecke zum "einkaufen" fahren,
Dieser Ansatz, egal ob in Südafrika, Botswana, Zimbabwe, oder andern Staaten, NEIN der hat sich nie und nimmer nach Europa durchsprechen können, weil das sind ja Entwicklungsstaaten ............ Aber die machen das schon seit fast 40 Jahren so????????
Bitte sagt mir, sind wir Europäer wirklich die Trotteln???

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7
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Ihr werdet noch sehen, was Alles möglich ist...

...ihr wolltet es so...jetzt jammerts net!

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scionescio
15
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Irgendwoher muss das Geld für die Geschenke an die eAuto-Besitzer ja kommen (was überbleibt, wird von der Propagandaabteilung verbraten ...) ...

... alle dürfen für ein paar Schmarotzer bezahlen (obwohl längst klar ist, dass eAutos mit Akkus höchst problematisch sind und auch keinen kleineren CO2 Footprint als moderne Diesel haben)!

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Stratusin
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Sie sollten an ihren Manieren arbeiten.

In jedem Beitrag beleidigen sie Elektroautofahrer. Wirklich primitiv ihre Beiträge. Ist es der unendliche Neid der sie zu diesem tiefen Hass bringt. Wenn’s nicht besser wird, würde ich einen Therapeuten empfehlen, muss schon krankhaft sein.

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Südsteirer
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Sie haben einfach keine Ahnung!

Aber innerwirtschaftlich eine große Klappe! So bestätigen Sie einfach mit fast jedem Ihrer Kommentare den Dunning-Kruger-Effekt!

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leidergeil
30
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just

Bullshit...

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