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ÖsterreichManche Banken haben Spesen um bis 168 Prozent erhöht

Zuletzt zwölf Preise um im Schnitt 4,41 Prozent angehoben, einige Banken drehten kräftig an der Preisschraube.

Spesen wurden teils kräftig erhöht
Spesen wurden teils kräftig erhöht © fotomek - stock.adobe.com
 

Ein Großteil der Banken hat bei den Spesen teils kräftig an der Preisschraube gedreht und mehrere Erhöhungen vorgenommen. Das kritisiert die Arbeiterkammer (AK) anhand ihres neuesten Bankenmonitors, erstellt im Jahresvergleich bei zwölf Banken in Wien. "Im Durchschnitt wurden rund zwölf Preise um 4,41 Prozent angehoben", so AK-Konsumentenschützer Martin Korntheuer am Dienstag in einer Aussendung.

Verglichen wurden Preise von 53 Dienstleistungen wie etwa Zahlungsverkehr, Sparen, Kredit oder Wertpapiere. Die Arbeiterkammer fordert mehr Transparenz für die Kunden und eine gerechte Preispolitik bei Zahlungsverkehrsdienstleistungen. Überziehungszinsen bei Girokonten müssten gedeckelt werden. Bei Girokonten, Krediten und Sparbüchern brauche es klare Zinsanpassungsklauseln für Soll- und Habenzinsen. Und: "Viele Entgelte, vor allem für Dienstleistungen in Selbstbedienung, müssen preisgünstiger werden", fordert die AK.

Teilweise auch gesenkt

Zum Teil wurden Gebühren auch gesenkt. Der AK-Bankenmonitor zeigt aber vor allem einzelne, teilweise richtig empfindliche Preissprünge. Die Volksbank Wien habe trotz mehrmaliger Nachfragen der Arbeiterkammer keine Preisaushänge übermittelt.

Sieben der zwölf untersuchten Banken haben zwischen vier (BAWAG P.S.K.) und 26 (Generali Bank) Preise oder Entgelte erhöht. "Vier Banken haben nicht an der Preisschraube gedreht: easybank, ING, Santander Consumer und WSK Bank", lobt die AK. Drei Banken (Bank Austria, Erste Bank, HYPO NOE) haben Gebühren gesenkt, auch wenn sie gleichzeitig Spesen erhöht haben.

Die kräftigsten Ausreißer orteten die AK-Tester beim Kassageschäft (Schalter) und Zahlungsverkehr. "So stieg bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien die Gebühr für eine Bareinzahlung am Schalter auf ein fremdes Raiffeisen-Konto von 3,50 um fast 86 Prozent auf 6,50 Euro", sagt Korntheuer. "Bei der HYPO NOE müssen Kunden nun 2,50 Euro für eine Barauszahlung an der Kassa von ihrem eigenen Konto berappen. 2017 waren es noch 1,55 Euro - eine Steigerung um satte 61,29 Prozent." Die auffälligste Erhöhung nahm laut AK ebenfalls die HYPO NOE vor, indem sie die Gebühr für eine Buchung mittels Erlagschein (beleghafte Überweisung) von 93 Cent auf 2,50 Euro hinaufschraubte - eine Steigerung um 168,82 Prozent.

Um bis zu 18,52 Prozent nach oben

Im Kassageschäft sind bei BAWAG P.S.K. und Bank Austria die Gebühren für Bareinzahlungen auf institutseigene und institutsfremde Konten (Zahlscheinzahlungen) um bis zu 18,52 Prozent gestiegen. So müssen bei Einzahlungen auf ein Konto, das nicht bei der BAWAG P.S.K. geführt wird, statt 5,40 nun 6,40 Euro bezahlt werden. Die Bank Austria verlangt bei einer Bareinzahlung auf ein fremdes Konto statt bisher sieben nun 7,50 Euro (plus 7,14 Prozent).

Teure Kassatransaktionsspesen insbesondere mit einer unbaren Überweisung vom Girokonto können durch einen Eigenerlag auf das Konto kostenlos oder spesengünstig erledigt werden, so ein Tipp der AK. Auch das Verhandeln von Spesen ist demnach sinnvoll. Scheitern Gespräche, so ist im Fall strittiger Spesen der Gang zur bankeigenen Ombudsstelle, zur Verbraucherschlichtung (www.verbraucherschlichtung.at) oder zur Schlichtungsstelle der österreichischen Kreditwirtschaft (www.bankenschlichtung.at) möglich.

Kommentare (12)

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Cirdan
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Ohne Banken in Schutz nehmen zu wollen,

sind die Kosten und Aufschläge bei Banken dem Kunden gegenüber transparent. Weil das hier so offensichtlich ist, regt man sich darüber auf!
Mein Vorschlag wäre überhaupt in ALLEN Branchen die Kosten offen zu legen. Bsp. Textilhandel: Einkaufspreis T-Shirt €3,50 Verkaufspreis €35,- = Aufschlag 1000%; oder Tomaten aus Spanien EK € 0,10 /kg VK € 1,99/kg = 2000%. usw.
Klingt halt nicht so reißerisch, weil die Banken/Politik und Autohändler sind immer die Beschei*er der Nation...

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Natur56
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Milliardengewinne

machen die Banken zumindest in Österreich und trauen sich Mindestverdiener und Pensionisten abzuzocken. Es gibt Länder wie Australien wo Pensionisten überhaupt keine Bankspesen mehr zahlen.....sollte ein Denkanstoß sein der wahrscheinlich wieder verhallt.

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fans61
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Für die Bankenrettung haben's unser aller Geld gebraucht....

jetzt wird weiter abgezockt!

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Paddington
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Wahnsinn

Bedenkt man, dass es meist ältere Menschen sind, die noch am Schalter ihre Bankgeschäfte erledigen, so kann man Gebühren in dieser Höhe durchaus als Abzocke bezeichnen. Für eine Mindestrentnerin oder auch andere Personen mit geringem Einkommen stellen solche Beträge eine enorne Belastung und Zumutung dar.

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ratschi146
5
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Nur weiter so ......

die Bankaktien müssen steigen, damit die Aktionäre & Spekulanten weiterhin Gewinn machen.

Für mich stellt sich die Frage: wenn die Gebühren weiterhin so steigen, kann ich mir als kleiner Fondsparen, weil die kleinen Beträge mit hohen Manipulationsgebühren überdeckt werden, das Sparen nicht mehr leisten.
Übrigens dieselben Banken verkaufen solche Fondsparmöglichkeiten die wiederum in Banken investieren.....
Doppelt gemoppelt bringt zum Schluss das Ergebnis: der kleine Kunden zahlt sowieso alles - quetschen wir die kleine Zitrone aus - bis nix mehr da ist...

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marinerjoe
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Ganz einfach

Geld -> Matratze oder Goldbarren. Weniger kann es zumindest nicht werden.

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pescador
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Warum wirst du dann nicht Aktionär einer Bank?

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clawjelly
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Weils bei der nächsten Krise

sicher wieder einen guten Teil wegfegt, während die Grossen zu gross zum Scheitern sind. Wenn man sich nicht super auskennt, sind Aktien schlimmer als Lotto-Spielen.

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pescador
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Siehst du, deswegen bekommen Aktionäre eine Dividende. Weil sie dem Betrieb ein Risikokapital zur Verfügung stellen und damit einen Nursverfall riskieren. Gilt für Großinvestoren gleich wie für Kleinanleger.

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marinerjoe
9
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Irre, 7,50 für eine Bar-Überweisung!

Das kostete früher ein paar Schilling und war teilweise überhaupt kostenfrei beim Landbriefträger zum Beispiel.
Ich kann nur jedem Normalverbraucher empfehlen, zu einer seriösen Internet-Bank zu wechseln mit Gratis-Girokonto und -Karten, wie hello!-Bank oder easy-Bank, ich kann nur Bestes berichten!

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pescador
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Bar-Überweisung bei einer Internetbank?

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marinerjoe
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Stimmt, macht man aber auch nur

im absoluten Ausnahmefall. Wie viele Barüberweisungen machen Sie im Jahr? Ich keine bis eine.

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