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IHS-Chef KocherPapamonat: Keine hohen Kosten für die Wirtschaft

Ein Rechtsanspruch auf den Papamonat würde Unternehmen weder vor große Probleme stellen noch hohe Kosten verursachen, sagt IHS-Chef Martin Kocher in der ORF-"Pressestunde".

© APA/Hans Klaus Techt
 

IHS-Chef Martin Kocher sieht keine großen Probleme auf Unternehmen durch einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat zukommen. "Die wirtschaftlichen Kosten wären nicht übermäßig hoch", sagte er am Sonntag in der ORF-"Pressestunde". Handlungsbedarf durch die Regierung sieht er in den Bereichen Pensionen, Bildung und Wissenschaft sowie Gesundheit und Pflege.

Die Frage des verbindlichen Papa-Monats sei allerdings eine rein politische Entscheidung, betonte Kocher. Aus wirtschaftlicher Sicht würde dies allerdings gar nicht so hohe Kosten verursachen. Der IHS-Chef betonte, dass dies für Unternehmen hauptsächlich eine Frage der Planung sei. Auf die Frage nach den jährlichen Kosten des Papa-Monats gab er eine Schätzung von bis zu 30 Millionen Euro an. Bürokratie verursache etwa viel höhere Kosten.

Pensionen und Pflege: Handlungsbedarf

Akuter sieht es für den Wirtschaftsforscher etwa bei den Pensionen aus. "Wir haben ein sehr gutes Pensionssystem, aber es ist auch teuer", sagte er. Hier sei die Regierung gefordert, möglichst bald etwas zu tun. Ebenso in der Pflege spreche einiges dafür, das System nicht vollständig steuerlich zu finanzieren, sondern Teile etwa über eine Versicherung. Kocher: "Ich gehe davon aus, dass auch ein Mischsystem kommen wird."

Martin Kocher
Martin Kocher Foto © APA/Hans Punz

Skepsis bei SV-Reform

Bei der von der Regierung gestarteten Sozialversicherungsreform zeigte sich der IHS-Chef skeptisch, dass die damit beabsichtige Einsparung von einer Milliarde Euro tatsächlich erreicht wird. Langfristig sei dies möglich, aber auch schwierig. Man habe es noch nicht geschafft, mit diesem Schritt alles zusammenzulegen und ein System zu schaffen. Auch große inhaltliche Knackpunkte, nämlich Reformen im Gesundheitssystem selbst, seien nicht erreicht.

Große Steuerreform

Die von der Regierung in Angriff genommene Steuerreform ist für Kocher eine der größten: "Ich glaube, dass die Regierung die Prioritäten da ganz gut gesetzt hat." Der vorgelegte Etappenplan bewirke jedoch, dass Konjunkturimpuls etwas schwächer sei, weil er nicht auf einmal kommt. Die Frage von Erbschafts- und Vermögenssteuern, wie sie die SPÖ fordert, sei eine der politischen Priorisierung.

Einen weiteren politischen Fokus wünscht sich Kocher auf den Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Dies sei ein wichtiger Punkt für die langfristige Wachstumsfähigkeit eines Landes, betonte er.

Kommentare (6)

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isogs
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Ja

Hoffentlich übersteht das Herr Kocher, man darf doch gegen die Wirtschaft, Regierung nichts sagen.....

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Irgendeiner
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Tja,also keine hohen Kosten,

was sagt das wieder über die Glaubwürdigekeit von Frau Schramböck,im Grunde nichts Neues,denn das ist eine kollektive Eigenschaft dieser Regierung,fairy tales everywhere.

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Balrog206
11
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Tja

Wie sind wir nur erwachsen geworden, und lieben unseren Daddy trotz das er wenig Zeit hatte ! Papa Monat, Mutterschutz , recht auf Teilzeit nach Karenz ( bodenlose Frechheit ) , usw usw
Und wer keine Firma hat braucht sich auch keine Gedanken bzgl wieder eines neuen Rechts machen ! 🤢

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Irgendeiner
1
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Roggi, Du verwechselst was Hierarchisches

fundamental,Dein Leben,das Recht da zu sein und nicht zu leiden steht an der Basis und dann kommen schon Dinge wie das Recht auf freie Partnerwahl und das Recht mit Deinen Kindern zusammenzusein,das wurde historisch von außen nur Sklaven genommen.Und die Kinder haben wieder ein fundamentales Recht auf ihre Eltern,denn das Roggi, gehört zur conditio humana,Krämer nicht.Und wir werden das Leben nicht um die Bedürfnisse von Greißlern herum bauen,eisern nicht.Und ich bin mit dem da oben der Meinung, es wird nicht große Wellen schlagen,eine Kann-Bestimmung in einem Land wo immer weniger Egozentriker Kinder haben wollen,aber es ist primär Roggi.Und sollte es wider Erwarten KMUs ins Schleudern bringen,eine Wahrscheinlichkeit die ich für Nil halte, kann man sich immer noch steuertechnisch was überlegen, piecemeal engineering,aber wohl nicht mit den Nepochanten dieser Regierung.
Und Roggi, ich sags Dir noch anders,ich verzichte auf alles wenns um meinen Nachwuchs geht, sogar wenns notwendig ist auf ein Fortleben, es gibt Dinge Roggi, die haben ein ganz anderes Gewicht,solltest verstehen lernen.

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Balrog206
2
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Was

Hat das man alles für seinen Nachwuchs macht ( is klar ) mit dem Papa Monat zu tun 🤔

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Irgendeiner
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2
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Ja, Roggi,ist das einzige was eine kurze Zeit von dir bleibt,

alles andere verweht sehr schnell und wenn Du da Fehler machst sind die auch bleibend.Und wer sich um die eigene Brut nicht kümmert, Roggi,wird sich auch schwer tun andere menschlich zu behandeln.Und Roggi,einer der größten moralischen Schritte aus der egozentrischen Infantilität raus ist draufzukommen, daß manches wichtiger ist als man selbst, das gibt erst eine Perspektive die man erwachsen nennen kann,jemand der das nicht schafft zahlt einen ungeheuer hohen Preis,denn er kann andere nicht verstehen und betrachtet deshalb die Welt in einer Art ichbezogenen Dauerparanoia,nicht im pathologischen Sinne, im moralischen.Ist ein Käfig, Roggi, ist dann schwer rauszukommen,nicht nur Du erziehst Kinder, sie lehren auch Dich ungeheuer viel.Ist aber jetzt keine Forderung nach der Produktion kleiner Balrogs,man lacht.

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