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Start-up Nuki Generation "2.0": Steirer starten mit smartem Schloss auch in England

Das Grazer Start-up Nuki sorgt mit Türschlössern für Aufsehen, die per Smartphone gesteuert werden. Jetzt stellt Nuki das Produktportfolio neu auf - Umsatz und Mitarbeiterzahl sollen weiter um den Faktor 2,5 wachsen.

30.000 Nuki-Schlösser sind bereits im Einsatz
30.000 Nuki-Schlösser sind bereits im Einsatz © Nuki
 

Man darf wohl getrost von einem "aufregenden Jahr" für das Grazer Start-up Nuki sprechen. Erst Ende Februar wurde bekannt, dass mit Allegion der weltweit zweitgrößte Türschlossbauer bei den Steirern einsteigt und sich nicht ganz ein Viertel der Anteile holt. Nuki hatte zuvor bereits mit einem nachrüstbaren - per Smartphone und App steuerbaren - Türschloss international für Aufsehen gesorgt.  

"Sie geben uns sehr viel Geld", ließ man bei Nuki Anfang des Jahres kryptisch wissen, der in New York börsenotierte Konzern lobte wiederum die "Pionierarbeit" der Grazer im Feld der smarten Türschlösser. Jetzt trägt die Zusammenarbeit erste Früchte. Heute, Dienstag, stellt Nuki die zweite Generation seines Schlosses vor, das "Smart Lock 2.0".

Start in Großbritannien

"Wir wollen damit vor allem die Einsatzmöglichkeiten erweitern", lässt Nuki-Chef Martin Pansy im Gespräch mit der Kleinen Zeitung wissen. Während an Design und Installationsvorgang der Schlösser kaum geschraubt wurde, hat sich mechanisch einiges verändert. So kann das Schloss ab sofort auch mit Knaufzylindern genutzt werden - und mit dem "UK Oval Cylinder", was ein notwendiges Signal für den Ende Oktober geplanten Markteintritt in Großbritannien ist.

Die "größte Änderung" sieht Martin Pansy aber "unter der Haube". Der Prozessor soll dreimal so schnell arbeiten wie die Vorgängerlösung, gleichzeitig garantiert die Kompatibilität mit dem Übertragungsstandard Bluetooth 5 eine bis zu fünffach gesteigerte Reichweite. Außerdem können pro Smart Lock fortan bis zu 200 (anstelle von 100) Berechtigungen vergeben werden. Nicht zuletzt sorgt ein neuer Sensor dafür, dass nicht nur der Status des Türschlosses (auf- oder zugesperrt) sondern auch der Status der Tür (offen oder geschlossen) angezeigt werden.

Das Nuki-Produktportfolio
Das Nuki-Produktportfolio Foto © Nuki/Carlos M. Meyer

Gleichzeitig forciert Nuki die Integration in bestehende Smart-Home-Systeme. Neben Plattformen von Google und Amazon können Nuki-Schlösser nun auch ins Apple-Universum (HomeKit) geholt werden. Schon im kommenden Jahr wollen Pansy & Co. auf Produktseite noch einmal nachlegen: Der "Nuki Opener" wird im ersten Quartal des kommenden Jahres als "nachrüstbarer Türöffner für Gegensprechanlagen" erscheinen.

Das Wachstum soll sich bei Nuki indes nicht nur im Portfolio widerspiegeln. "Wir wollen auch in den nächsten Jahren um den Faktor 2,5 wachsen", erzählt Martin Pansy. Das soll sowohl die Anzahl der Mitarbeiter, aktuell sind bereits 40 beschäftigt, wie auch den Umsatz betreffen. An der Verteilung der Unternehmens-Anteile soll sich übrigens erst einmal "nichts verändern".

Bis wann Nuki profitabel sein will? Pansy: "Würden wir es drauf anlegen, könnten wir das schon heute sein." Man habe sich aber vorerst für einen kräftigen Investitions- und Expansionsweg entschieden. Bis dato sind rund 30.000 Systeme der Grazer im Einsatz.

Nuki-Chef Martin Pansy
Nuki-Chef Martin Pansy Foto © Jürgen Fuchs

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