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WettbewerbAutoindustrie kritisiert CO2-Einigung der Umweltminister

Die Einigung des EU-Umweltrats über die CO2-Reduktion bei Autos erntet naturgemäß Kritik der Autoindustrie.

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Die Autoindustrie kritisiert die geplante Verschärfung der Kohlendioxid-Grenzwerte für Neuwagen bis 2030. Der Kompromiss der EU-Umweltminister sorge nicht für eine "Balance zwischen Klimaschutz und Beschäftigung in Europa", sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, am Mittwoch dem RBB-Inforadio.

Der europäische Herstellerverband Acea monierte, der Beschluss berge das Risiko "negativer Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Autoarbeiter und Verbraucher". Zwar seien die Pläne der Mitgliedstaaten "weniger aggressiv" als die des Europaparlaments, erklärte Acea-Generalsekretär Erik Jonnaert am Mittwoch in Brüssel. Dennoch drohten sie, "negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Branche, Autobeschäftigte und Verbraucher gleichermaßen zu haben".

Deutschland bremste

Die EU-Staaten hatten sich am späten Dienstagabend darauf geeinigt, dass Neuwagen im Jahr 2030 durchschnittlich 35 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen sollen als 2020. Die deutsche Automobilindustrie und die deutsche Regierung hielten ursprünglich nur 30 Prozent Minderung für tragbar. Mattes sagte, es sei gut, dass nun noch Verhandlungen mit dem Europaparlament folgten. "Wir als Automobilindustrie werden mit unseren Argumenten an dieser Diskussion teilnehmen."

Acea-Generalsekretär Jonnaert begrüßte, dass die EU-Staaten gleichzeitig Anreize schafften, mehr Elektroautos auf den Markt zu bringen. Dies gebe "das richtige Signal für die Industrie und Verbraucher", erklärte er. Er warnte gleichzeitig davor, in den nun anstehenden Verhandlungen mit dem Parlament wieder auf ein von diesem geforderten Bestrafungssystem beim Verfehlen der EU-Vorgabe umzuschwenken.

Die Umweltminister hatten am Dienstag gefordert, dass die Fahrzeugflotte eines Herstellers 2030 zu 35 Prozent aus Elektro-oder Hybrid-Autos bestehen muss. Bei Lieferwagen sind es 30 Prozent. Jedes über der Vorgabe liegende Elektroauto soll doppelt gezählt werden. Damit können die Hersteller auf der anderen Seite Autos mit höherem CO2-Ausstoß auf den Markt bringen.

Kommentare (2)

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heintirol
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die Falschen jammern über die Falschen

Die Autobauer sollten nicht über die Umweltminister, sondern über deren Chefs, nämlich die Staatenlenker ihren Unmut äußern, wenn dazu überhaupt Anlass besteht.
Wenn die Autobauer sich nicht jetzt, wie Porsche schon vor einigen Jahren, mit neuen Technologien beschäftigen, werden ihnen auf dem Weltmarkt konkurrierende Länder davon laufen.

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anzughildbert
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OOOh, arme arme Autohersteller

Wir müssten Geld ausgeben um neues zu erfinden was wir dem Kunden dann nicht nachher verrechnen können... mimimi

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