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Nukis MillionendealWeltweit zweitgrößter Türschlossbauer steigt bei Grazer Start-up ein

Es soll eine der größten Finanzierungen sein, die ein österreichisches Start-up in den letzten Jahren lukrierte. Der in den USA börsenotierte Milliardenkonzern Allegion beteiligt sich an Nuki, dem Spezialisten für smarte Türschlösser.

Steirische Nuki-Gründer Martin und Jürgen Pansy
Steirische Nuki-Gründer Martin und Jürgen Pansy © KLZ/Jürgen Fuchs
 

"Wir haben etwas zugewartet, es jetzt aber wirklich groß gemacht".

Als wir Martin Pansy heute telefonisch erreichen, sind Erleichterung und Vorfreude förmlich spürbar. Dem Geschäftsführer des Jungunternehmens Nuki, ein Spezialist für smarte Türschlösser, ist eine große Überraschung gelungen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung beteiligt sich nämlich der in New York börsenotierte Konzern Allegion am steirischen Unternehmen.

Und Allegion, der Hauptsitz liegt im irischen Dublin, ist nicht irgendwer in der Branche. Der Konzern gilt mit Marken wie CISA, Interflex, LCN oder  Schlage als weltweit zweitgrößter Türschlossbauer - der nun auch im digitalisierten Bereich kräftig durchstarten will.

Nuki und sein nachrüstbares Schloss, kompatibel mit allen gängigen europäischen Schließzylindern, soll dafür in Europa das wichtigste Puzzlestück werden. Schon jetzt haben die Grazer auf diesem Markt eine führende Rolle eingenommen. "Pioniersarbeit", die auch Allegions Europa-Präsident Lucia Veiga Moretti in einer ersten Reaktion hervorhebt.

Wie sich das Geschäft finanziell darstellt? "Sie geben uns sehr viel Geld", sagt Martin Pansy, ohne eine konkrete Summe nennen zu wollen. Das Vertragswerk dahinter sieht so etwas nicht vor, dem Vernehmen nach soll sich der Deal aber jedenfalls im Millionen-Bereich abspielen und für österreichische Start-up-Verhältnisse eine der Top-Finanzierungsrunden der letzten fünf Jahre sein.

Allegion, jährlich setzt der Konzern mit 8000 Mitarbeitern knapp zwei Milliarden US-Dollar um, wird sich dafür 23 Prozent der Nuki-Anteile sichern. Mehrheitlich bleibt das Unternehmen im Eigentum von Up to Eleven, dem Mutterschiff der Pansy-Brüder Martin und Jürgen, die einst SMS.at zu einer der bekanntesten Marken im Land machten.

"Für uns ist wichtig, dass wir in dieser Phase des Unternehmens an Bord bleiben", sagt Martin Pansy. Den Wachstumskurs wollen die Grazer weiter forcieren, aus den aktuell 30 Mitarbeitern sollen in den nächsten beiden Jahren "doppelt so viele" werden. Schon jetzt hat Nuki zehn Stellen ausgeschrieben, gesucht wird vom App-Entwickler bis zum Marketing-Experten.

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