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Nur noch ein Bieter Niki-Verkauf: Lauda aus dem Rennen, IAG Favorit

Nur noch ein Bieter im Rennen. Als Favorit für den Zuschlag bei Niki gilt die British-Airways-Mutter IAG (Vueling, Iberia). Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Nur noch ein Bieter für die Niki
Nur noch ein Bieter für die Niki © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Der Verkauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki geht in die Zielgerade. Um die Übernahme der österreichischen Airline wird nun exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in Berlin mit. Das habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag entschieden.

Fix ist mittlerweile, dass Airline-Gründer Niki Lauda nicht mehr im Rennen um "seine" Niki ist. "Ich bin nicht mehr im Rennen", sagte Lauda zur "Presse". Damit sehe es so aus, "dass der spanischen Billigflieger Vueling den Zuschlag erhält", heißt es im Bericht. Der spanische Billigflieger Vueling ist Teil der "IAG-Holding", zu der British Airways und Iberia gehören.

14:18 Uhr: Niki soll an British-Airways-Mutter IAG gehen

Bei der Suche nach einer Lösung für die insolvente österreichische Air-Berlin-Tochter Niki läuft alles auf einen Verkauf an die British-Airways-Mutter IAG hinaus. Die Holding - zu der Vueling, British Airways und Iberia gehören - ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der "Bild am Sonntag" der Bieter, mit dem exklusiv über einen endgültigen Kaufvertrag verhandelt wird. Niki hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und soll noch bis Jahresende verkauft werden.

14:05 Uhr: Kaufvertrag in den nächsten Tagen

In den nächsten Tagen solle der endgültige Kaufvertrag stehen. Namen nannte Flöther unter Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit weiter nicht.

13:50 Uhr: Nur noch ein Bieter im Rennen

Der Verkauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki geht in die Zielgerade. Um die Übernahme der österreichischen Airline werde exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in Berlin mit. Das habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag entschieden.

13.30 Uhr: Lauda befürchtet: "Konkurs nicht mehr abwendbar"

Gegenüber der APA äußerte Lauda zu Mittag außerdem die Befürchtung, dass ein Konkurs der Airline nun wohl nicht mehr abwendbar ist.

Er habe alleine ein Angebot für Niki unterbreitet, sagte der einstige Rennfahrer und Flugunternehmer. Thomas Cook habe für den Rest geboten. Er sei nicht mehr im Rennen; "das wurde uns gerade schriftlich mitgeteilt", sagte Lauda zur APA. Mehr könne er dazu derzeit nicht sagen. In dem Schreiben sei keine Begründung angeführt worden.

13:25 Uhr: "Wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten"

"Ich wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten", bedauerte Lauda. Wenn nun ans Ausland verkauft werde, seiner Vermutung nach in Richtung Vueling, dann sei dies die komplette Zerschlagung der Niki. "Dann haben wir in Österreich keine zweite Airline mehr."

Ein Konkurs über Niki sei nun nicht mehr abwendbar, glaubt Lauda. Die Fluglizenz (AOC) sei nur bis 3. Jänner verlängert worden.

13:10 Uhr: Vueling wird als Favorit gehandelt

Auf spanischen Branchenplattformen war in den vergangenen Tagen der britisch-spanische Konzern IAG, zu dem neben British Airways und Iberia auch der Billigflieger Vueling gehört, als Favorit für Niki gehandelt worden.

Filet-Stück der insolventen Fluglinie Air Berlin

Der Ferienflieger Niki war und ist das Filet-Stück der insolventen Fluglinie Air Berlin. Daher konnten rasch neue Bieter gefunden werden, nachdem die Lufthansa ihr Angebot zurückgezogen hatte. Die Verhandlungen mit vier Interessenten laufen auf Hochtouren, denn es bleibt wenig Zeit für eine Einigung.

Denn der größte Schatz der Niki sind begehrte Landerechte (Slots) auf Flughäfen wie Düsseldorf oder Mallorca. Sollte nicht rechtzeitig ein Käufer für die Betriebslizenz der Niki gefunden werden, fallen diese Slots an die Koordinierungsstelle zurück und werden neu verteilt.

Chronologie

Am 15. August 2017 meldet die Air Berlin Insolvenz an. Die zu dem Zeitpunkt noch profitable Tochter Niki fliegt weiter.

Die deutsche Regierung sichert den Flugbetrieb zur Urlaubszeit mit einem Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro.

Am 17. August wird klar, dass die Lufthansa an der Komplettübernahme der Niki interessiert wird. Bei dem Tochterunternehmen liegen wertvolle Landerechte. Auch Easyjet meldet Interesse an Teilen der Air Berlin an.

Am 15. September wird bekannt, dass Niki Lauda zusammen mit Condor die Air-Berlin-Tochter Niki kaufen will.

Am 12. Oktober fällt die Entscheidung. Der Großteil der Air Berlin, inklusive Niki, wird an die Lufthansa verkauft. Die Easyjet bekommt das Geschäft am Hauptstadtflughafen Berlin-Tegel und 25 Flugzeuge.

Am 1. Dezember wird klar, dass die EU-Kommission den Deal mit der Lufthansa nur unter Auflagen genehmigen wird.

Am 13. Dezember zieht die Lufthansa das Angebot für die Niki zurück. Später wird bekannt, dass die EU-Kommission auf einen Weiterverkauf der Niki bestanden hat.

Noch am selben Tag wird in Deutschland der Insolvenzantrag eingereicht. Der Flugbetrieb war mit Finanzspritzen der Lufthansa aufrechterhalten worden.

Es finden sich schnell neue Bieter. Am 22. Dezember starten die Verhandlungen mit vier Interessenten.

Dezembergehälter gesichert

Für die Beschäftigten im Inland gab es am Mittwoch zumindest eine Antwort, wann sie die Dezembergehälter auf den Konten haben: nämlich bis Jahresende. Fest steht mittlerweile auch, dass ein Niki-Käufer ab Anfang Jänner praktisch sofort die laufenden Kosten decken muss - also auch die Gagen von übernommenen Beschäftigten.

Mögliche Interessenten

Nach der Insolvenz der Niki haben sich sechs mögliche Käufer gemeldet, von denen fünf ein verbindliches Angebot abgegeben haben. Mit vier Interessenten wird nun verhandelt.

Es gibt zwar keine gesicherten Informationen darüber, wer die möglichen Käufer sind. Allerdings lässt sich der Kreis der Interessenten eingrenzen.

IAG: Die Mutter der British Airways gilt als einer der Interessenten. Sie betreibt auch den Billigflieger Vueling. Vor allem die Landeslots in Mallorca sind für IAG von hohem Interesse.

Niki Lauda: Der Gründer der Airline war schon in der ersten Bieterrunde dabei und hat auch diesmal ein Angebot abgegeben. Es ist zwar nicht gesichert, ob er im engeren Kreis ist. Negiert hat er es allerdings auch nicht. 

In der ersten Bieterrunde hat Thomas Cook mit seiner Tochter Condor noch zusammen mit Niki Lauda geboten. Nun könnte der Konzern ohne den Österreicher für Niki bieten.

Die Bezahlung der Dezembergagen hat am Nachmittag der Insolvenzverwalter bekannt gegeben: "Alle rund 790 österreichischen Mitarbeiter der Niki Luftfahrt GmbH erhalten voraussichtlich bis Jahresende ihre Löhne und Gehälter für den Monat Dezember", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit.

Warum die Lufthansa abgesprungen ist

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat sich in der Weihnachtsausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu den Gründen geäußert, warum die Lufthansa ihr Angebot zurückgezogen und Niki damit in die Pleite geschickt hat:

"Die EU-Kommission hatte uns mitgeteilt, egal auf wie viele Start- und Landerechte wir verzichten, sie würde den Kauf in der sogenannten Phase 1 nur unter der Auflage genehmigen, dass wir Niki umgehend weiterverkaufen. Darauf konnten wir uns natürlich nicht einlassen."

Für Niki sieht der Lufthansa-Chef "außer uns keinen potenziellen Käufer, der die Niki im Ganzen erwirbt und ihren Betrieb nachhaltig finanziert".

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Monte570
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Niki hätte es verdient

seine Airline zu retten.
Echt schade, er tut mir persönlich sehr leid.

Antworten
e59541acc96a3c3e39529d77735d334a
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Warum

"Seine" Airline?

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