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WienBürokratie-Gipfel nach Wirbel um Waxingstudio

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner will Kleinbetriebe von übertriebenen Vorschriften befreien.

Katja Wagner wurde durch ihren Streit mit dem Arbeitsinspektorat berühmt
Katja Wagner wurde durch ihren Streit mit dem Arbeitsinspektorat berühmt © GLASER
 

Die Aufregung über die Dauerkontrollen des Arbeitsinspektorats im Waxingstudio der ehemaligen Schönheitskönigin Katia Wagner nimmt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zum Anlass, um am heutigen Vormittag zum Reformgipfel – unter anderem mit dem Sozialminister und dem ÖGB-Chef – zu bitten.

„Die Gesetze und Verordnungen wurden von den gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen überholt“, so Mitterlehner. „Arbeitnehmerschutz ist wichtig, die Vorschriften sind aber kein Selbstzweck.“

Bis zum Sommer sollen, so Mitterlehners Hoffnung, Meldepflichten reduziert, Kontrollen verringert und die Begehungsintervalle verlängert werden. Derzeit müssen sogar Beinaheunfälle gemeldet werden. „Ein Büro ist kein Stahlwerk“, empört sich der Minister. Wagner, die drei Studios mit 70 Angestellten in der Wiener City leitet, meinte im Gespräch, sie gehe „ohne Erwartungen“ hin.

Gewerkschaft: Rechtsverstöße als Kavaliersdelikt

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) hat sich am Vortag des von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) initiierten "Reformgespräch über den Arbeitnehmerschutz" kritisch dazu geäußert. "Wir sind an der Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes interessiert, aber es braucht dazu nicht unbedingt diesen Gipfel", sagte Stöger-Sprecher Andreas Berger am Donnerstagabend zur APA.

Dass Wirtschaftsminister Mitterlehner Sympathie für die Wiener Unternehmerin hat, obwohl es über diese laut Arbeiterkammer besonders oft Beschwerden der Mitarbeiter gibt, stört wiederum die Gewerkschaft vida. Hier würden Rechtsverstöße als Kavaliersdelikt abgetan.

"Gerade da hat sich der Vizekanzler sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Vor den Vorhang gehören Unternehmerinnen und Unternehmer, die unsere Rechtsordnung respektieren und nicht Anhänger von Wild-West-Methoden sind", betonte vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit.

Kommentare (4)

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sapientia
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"... Wagner, die drei Studios mit 70 Angestellten in der Wiener City leitet, ..."

Tatsächlich, die FPÖ hat recht: Den Menschen in Österreich geht es sehr schlecht, sie können sich ohne ihre Regierungsbeteiligung wirklich nichts mehr leisten!
Achtung: Ironie ;-)

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hmw42ax4xcjxo7wqmyu2utw81wg8r0je
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jeder Schaß ist bei uns regelmentiert

Wer darf wann, wo und wie welchen Schaß machen - das ist die Gewerbeordnung in Österreich.
Natürlich müssen gewisse Standards eingehalten werden - aber unsere Bürokratie macht im Großen und Ganzen nichts anderes als sich selbst zu verwalten.

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schadstoffarm
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wie kommt die Dame

dann zu Gratiswerbung ohne Arbeitsinspektorat ? Die Notausgänge hat sie schon verrammelt, wann das auch nicht mehr hilft muss sie Inserate blechen.

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schadstoffarm
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Schönheitsköniginnen sollten sich generell

generell keine Sorgen um Arbeitbnehmerschutz machen müssen, da entstehen nur Zornfalten. Außerdem wird Arbeitnehmerschutz überbewertet, führt nur dazu dass Arbeitnehmer die Berufsunfähigkeitspension nicht in Anspruch nehmen können. Da es mit der Schönheit der ÖsterreicherInnen generell hapert sollte man auch eine Lohnsteuerbefreiung der BeautyDocs und BeautyParamedics andenken. Wir schreiben 2017, Richtlinien war gestern !

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