Die eigenen Erwartungen deutlich übertreffen dürfte heuer der an der Wiener Börse notierte Finanzkonzern AvW Invest AG mit Sitz in Krumpendorf. Der Nettogewinn ist in den ersten drei Quartalen um 138 Prozent auf 10,393 Millionen Euro gestiegen, auch der Gewinn je Aktie stieg um 138 Prozent auf 3,45 Euro. Der nicht realisierte Buchgewinn der Beteiligungen stieg sogar um 182 Prozent auf 29,461 Millionen Euro (2006: 10,453 Millionen Euro).

Höher als gedacht. Die bereits im Sommer angekündigte Erhöhung der Dividende um 25 Prozent dürfte damit jedenfalls gesichert sein. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Auer von Welsbach meinte am Dienstag vor Journalisten in Klagenfurt, das letzte Wort sei dabei aber noch nicht gesprochen: "Die Ausschüttung könnte auch höher ausfallen, mit dieser Entscheidung warten wir aber noch bis Dezember." Das Betriebsergebnis stieg bis Ende September um 126 Prozent auf 13,815 Millionen Euro und der Gewinn vor Steuern um 129 Prozent auf 13,983 Millionen Euro. Umsatzzahlen gebe es nicht, "da die AvW Invest AG nach dem Bankwesengesetz bilanziert".

Boom. Warum das Unternehmen in einem teilweise turbulenten Börsenjahr derartige Gewinnsteigerungen erzielen konnte, begründet Auer von Welsbach unter anderem mit dem weiter boomenden Finanzdienstleistungsgeschäft. Außerdem habe man die schwierige Situation an den Börsen "optimal nutzen können". Die Beteiligungen hätten sich ausgezeichnet entwickelt - "Für den Buchgewinn ist in erster Linie unsere Beteiligung an S&T verantwortlich, aber auch Realtech und Hirsch haben sich sehr gut entwickelt", meinte Auer von Welsbach.

Zukauf möglich. 2007 werde es möglicherweise noch einen Zukauf geben, damit sei das Programm für heuer dann abgeschlossen. Und auch im kommenden Jahr will man wieder um mindestens 25 Prozent wachsen. Das für 2010 angepeilte Ziel von 30 Millionen Euro Nettogewinn werde man vermutlich schon früher erreichen, erwartet der Vorstandschef.