Die Neupositionierung des Sporthändlers Hervis, der von Ex-Eigentümer Spar an Snipes-Gründer Sven Voth und Udo Schloemer (Factory Berlin) ging, schreitet voran. Der Deal über die Übernahme der 134 Hervis-Standorte in Österreich, Slowenien, Kroatien und Bayern fand Ende Jänner statt. Jetzt wird die Unternehmensführung neu aufgestellt.

Ulrich Hanfeld verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch und übergibt an Markus Hupach. Hupach leitet das Unternehmen ab sofort gemeinsam mit Florian Fiedler, der seit April 2025 in der Geschäftsführung ist.

Neo-Hervis-Chef Markus Hupach
Neo-Hervis-Chef Markus Hupach © Lasse Rotthoff

Markus Hupach übernimmt bei Hervis mit sofortiger Wirkung die Agenden von Ulrich Hanfeld. Er gilt als erfahrener Branchenexperte und verfügt über umfangreiche internationale Erfahrungen im Sporthandel wie auch bei Sportmarken. Hupach war zuletzt CEO von ARION, einem hochinnovativen DeepTech-Unternehmen mit Sitz in Eindhoven und ist Inhaber der MH Sportverse GmbH, einem Beratungsunternehmen für die Sportartikelbranche mit Marken- und Händler-Fokus.

Ex-Sport2000-Chef heuert an

Davor war Markus Hupach CEO bei SPORT2000 Europe mit Sitz in Mainhausen, dem zweitgrößten Einkaufsverband im Sportfachhandel neben Intersport. Als Vice President Commercial EMEA (Europe, Middle East, Africa) hat er die kommerziellen Geschäfte bei ASICS über Jahre aus Amsterdam heraus geleitet.

Man wolle „den österreichischen Sporthandel neu denken und Hervis als führenden Sportfachhändler mit frischen Ideen und klarer Vision positionieren“, heißt es von den neuen Eigentümern.

Seit dem Eigentümerwechsel läuft die Evaluierung des gesamten Unternehmens. Man müsse von der Schließung einzelner, nicht rentabler Standorte ausgehen, hieß es Ende Jänner von einem Sprecher der neuen Eigentümer. Erste Schritte wurden damals für Ende Februar/Anfang März angekündigt. Dem Vernehmen nach steht knapp die Hälfte der 134 Hervis-Standorte „auf der Kippe“, schrieb zuletzt der „Standard“.