Wirte sollen künftig verpflichtet werden, ein besonders günstiges Gericht auf die Karte zu setzen. Dieser Vorschlag ist als Diskussionspunkt von der aktuellen Klausur der Bundesregierung durchgesickert. Etliche Gastronomen bringt dieser Vorstoß zum Kochen – allerdings nur emotional. Der Unmut in der Branche ist groß. Denn die Wirte sehen sich zu Unrecht mit dem Image der Preistreiber konfrontiert. Sie seien aufgrund gestiegener Energie-, Lebensmittel- und Lohnkosten selbst Opfer der hohen Inflation in Österreich und keineswegs die Preistreiber. „Das ist Populismus in Reinkultur“, kritisiert der Kärntner Wirtesprecher Stefan Sternad, „der Vorschlag ist für eine ernstzunehmende Inflationsbekämpfung völlig untauglich und geht an den wahren Problemen vorbei.“ Er hoffe, dass dieser Vorschlag „rasch wieder zu Grabe getragen wird“.