SPÖ-Chef Andreas Babler hat am Montag im ORF-Sommergespräch angekündigt, dass mit Anfang 2026 eine Mietpreisbremse im frei finanzierten Wohnbau kommen soll. Das sorgte danach zunächst für einige Verwirrung – auch innerhalb der Koalition und sogar innerhalb der Kanzlerpartei ÖVP. So hatte der Bautensprecher der Volkspartei, Norbert Sieber, im Gespräch mit dem „Standard“ gesagt, dass Bablers Vorstoß „noch nicht akkordiert“ sei. Am Mittwochnachmittag hieß es dann aber aus dem Bundeskanzleramt, dass das sehr wohl mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) abgesprochen gewesen sei. Die NEOS hatten sich als dritter Koalitionspartner am Dienstag gegenüber mehreren Medien noch zurückhaltend zur Babler-Ankündigung gezeigt. Wie das Ö1-Mittagsjournal am Mittwoch meldet, heiße es nun auch aus NEOS-Kreisen, dass ein Preisdeckel wohl mit 2026 kommen werde.
Ökonom warnt in der ZiB2
„Mietpreisbremse wird aus einer Knappheit einen Mangel machen“
2026 soll eine Mietpreisbremse für den privaten Wohnungsmarkt gelten. Helene Schuberth vom ÖGB begrüßt in der ZiB2 die geplante Maßnahme der Regierung, fordert aber noch rigorosere staatliche Eingriffe. Der Ökonom Jan Kluge von der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria warnt indes davor, dass diese Maßnahme den ohnehin schwachen Wohnbau noch weiter einbremsen wird.
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