Der börsennotierte Chiphersteller ams-Osram mit Sitz in Premstätten und München treibt seinen Schuldenabbau voran und verkauft seine Unterhaltungs- und Industrielampensparte an den japanischen Leuchtenentwickler Ushio. 114 Millionen Euro soll das dem Unternehmen in die Kasse spülen. Betroffen seien weltweit 500 Beschäftigte. Diese werden zu Ushio wechseln, wie das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung bekanntgab. Das Closing soll im ersten Quartal 2026 stattfinden.
Der Transaktionswert versteht sich ohne Schulden und Kassenbestand. Erst beim Closing kann der Nettoerlös auf Grundlage der Stichtagsbilanz ermittelt werden. Das Portfolio der Sparte reicht von Speziallampen für Infrastruktur- und Kinoanwendungen bis hin zu extrem anspruchsvollen Lichtquellen für Halbleiter-Wafer-Fertigungsanlagen (WFE). 2024 erzielte der Geschäftszweig laut ams-Osram einen Umsatz von rund 170 Millionen Euro. Ushio beschäftigt rund 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der geplante Verkauf ist der erste im Rahmen des Ende April vorgestellten Entschuldungsplans des Unternehmens, mit dem mehr als 500 Millionen Euro eingenommen werden sollen. Neben der Prüfung von Teilverkäufen und dem Verkauf des 8-Zoll-Werks im malaysischen Kulim sieht der Plan eine verbesserte Barmittelgenerierung und ein strukturelles Wachstum im Halbleiter-Kerngeschäft vor.
„Verkäufe von Unternehmensteilen“
Der Verkauf sei ein erstes „Ergebnis unseres beschleunigten Entschuldungsplans, der auch Verkäufe von Unternehmensteilen vorsieht“, wird Aldo Kamper, CEO von ams-Osram in der Aussendung zitiert. „Mit Ushio haben wir die perfekte neue Heimat für unser anspruchsvolles, hochwertiges Nischengeschäft Speziallampen gefunden. Zugleich straffen wir unser Portfolio weiter und fokussieren uns auf unsere Kernmärkte.“