Das „Zwischenparken“ von Beschäftigten beim Arbeitsmarktservice - etwa in den Nebensaisonen im Tourismus oder bei Flaute am Bau - verursacht jährlich Kosten von 600 bis 700 Millionen Euro. Sie fallen für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Sozialversicherungsbeiträge an, die das AMS für die Arbeitssuchenden abführen muss. Das geht aus einer aktuellen Wifo-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor.

„Geschäftsmodell“ bei Leiharbeitsfirmen

„Statt Erwerbseinkommen gibt es für die Betroffenen nur Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe. Der Betrieb erspart sich dadurch in dieser Zeit sämtliche Personalkosten und muss dafür keinerlei Beiträge als Ausgleich an das AMS zahlen“, kritisiert die Arbeiterkammer. So würden die Unternehmen ihr unternehmerisches Risiko und ihre Personalkosten auf die Allgemeinheit übertragen. Bei Leiharbeitsfirmen gehöre das Zwischenparken „offensichtlich zum Geschäftsmodell“.

Das „Parken“ beim Arbeitsmarktservice über alle Branchen hinweg erhöhe die Arbeitslosigkeit in Österreich um rund ein Prozent. „Statt 6,9 Prozent lägen wir knapp unter sechs Prozent ohne diese Praxis“, rechnet die Arbeiterkammer vor.