In Österreich hat der polnische Diskonter Pepco bereits im Februar 2024 Insolvenz angemeldet: 680 Menschen verloren ihren Job, 73 Filialen wurden geschlossen. Jetzt ist es auch in Deutschland soweit: Die Pepco Germany GmbH hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein Schutzschirmverfahren beantragt. Grund seien operative Verluste und strukturelle Herausforderungen im Filialnetz. Ziel ist eine Neuausrichtung des Geschäfts.

Pepco ist seit 2022 in Deutschland aktiv und betreibt nach eigenen Angaben 64 Geschäfte, die meisten im Osten des Landes. 500 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt. Sie sollen nun Insolvenzgeld erhalten. Alle Filialen sollen bis auf weiteres geöffnet bleiben.

Pepco verkauft vor allem Kleidung, aber auch Spielzeug und Deko-Artikel. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Action und Tedi, die beide zuletzt stark gewachsen sind. Das hatte auch Pepco geplant.

Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler sieht Chancen, sich auch „in dem schwierigen deutschen Einzelhandelsmarkt“ erfolgreich zu entwickeln. Der Mutterkonzern kündigte an, die Sanierung von Pepco Deutschland zu unterstützen und die Finanzierung sicherzustellen.

Die polnische Pepco Group betreibt in 18 europäischen Ländern insgesamt 4000 Standorte mit mehr als 31.000 Beschäftigten.