„Wir fordern mehr Wertschätzung für diese Arbeit“, hieß es von vom KV-Verhandlungsleiter der Vida, Toni Pravdic, vor rund einem Jahr: Die Essenszusteller von Lieferando waren österreichweit für höhere Nettolöhne auf die Straße gegangen. Fabian Warzilek, Betriebsratsvorsitzender bei Lieferando Österreich, machte damals publik: „Die Essenszusteller schrammen mit ihren Nettolöhnen derzeit knapp an der Armutsgrenze vorbei. Es geht um ein Leben in Würde und ohne Schulden.“ Die Armutsgrenze ist in Österreich aktuell mit 1400 Euro bemessen – in etwa das Nettogehalt eines Vollzeit-Fahrradboten. Österreichweit sind rund 2000 von 5000 sogenannten Ridern angestellt unterwegs, die anderen als freie Dienstnehmer.
Nur noch Freelancer
Lieferando will nicht mehr mit angestellten Radlern liefern
Wer für den Essenszusteller in Orange als Fahrer arbeiten will, kann das künftig nur noch als freier Dienstnehmer tun. Lieferando stellt allein Jacke, Helm und Tasche. Mit der Maßnahme will der Zustelldienst gleiche Wettbewerbsbedingungen mit seinen Mitbewerbern herstellen.
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