Burgenländer, Kärntner und Steirer holen sich beim Jahresausgleich am meisten Geld vom Finanzamt zurück. Das zeigt eine Datenanalyse von Taxefy, ein österreichisches Start-up für die Arbeitnehmerveranlagung via App. In den Bundesländern gibt es trotz einheitlicher österreichischer Steuergesetze teils gravierende Unterschiede bei den zu erwartenden Steuerrückzahlungen.

Kärntner machen 879 Euro geltend

Mit einer durchschnittlich beim Finanzamt geltend gemachten Steuerrückforderung von rund 993 Euro liegen die Burgenländer an der Spitze, gefolgt von den Kärntnern mit 879 Euro und Steirern mit 852 Euro. Am wenigsten geltend gemacht haben die Vorarlberger mit durchschnittlich nur 581 Euro.
Auf Platz 4 sind Niederösterreicher (809 Euro), gefolgt von Wienern (786 Euro), Tirolern (738 Euro), Niederösterreichern (736 Euro) und Salzburgern (726 Euro).

Die bei einem aktiv eingebrachten Steuerausgleich zu erwartende Steuerrückzahlung liegt übrigens mit 803 Euro deutlich über dem Schnitt der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung, die vom Finanzamt jährlich automatisch durchgeführt wird. Für diese liegt der Schnitt laut aktuellen Daten des BMF bei lediglich 467 Euro (für das Steuerjahr 2022). Taxefy-Gründer und -Geschäftsführer Aleksej Sinicyn hat dafür eine Erklärung: „Bei der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung werden nur die Informationen berücksichtigt, die den Behörden vorliegen.“