Auch wenn die Metaller – traditionell Taktgeber im Rahmen der Herbstlohnrunden – aufgrund ihres 2023 paktierten Zweijahresabschlusses heuer nicht in den „KV-Ring“ steigen, wird in anderen Branchen ein durchaus hartes Feilschen um höhere Löhne erwartet. Die Sozialpartner haben in der Vorwoche ihren bereits vereinbarten Metaller-Abschluss nur noch bestätigt. Gemeinsam haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter die rollierende Inflation von 3,8 Prozent plus ein Prozent, also in Summe plus 4,8 Prozent, final fixiert. Für personalintensive Unternehmen, die unter der Krise besonders leiden, kann eine „Wettbewerbsklausel“ aktiviert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann damit die Erhöhung um 0,75 Prozent bzw. um 1,5 Prozent verringert werden, wenn dafür ein Ausgleich durch mehr Freizeit oder durch eine Einmalzahlung erfolgt. Grundlage ist eine Formel, die den Personalaufwand im Verhältnis zur Wertschöpfung errechnet.