Im kommenden Jahr wird das Förderbudget für das Arbeitsmarktservice gekürzt. Bundesweit lag es heuer bei 1,418 Milliarden Euro, 2025 sollen es 1,33 Milliarden Euro sein. Das sorgt für teils heftige Kritik, insbesondere Frauenorganisationen warnen vor diesen Kürzungen. In der Steiermark wird das AMS-Budget – aus heutiger Sicht – von heuer 168 Millionen Euro auf knapp 151 Millionen Euro sinken, wie die stellvertretende AMS-Geschäftsführerin Yvonne Popper-Pieber bestätigt. Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosigkeit im Land sei das tatsächlich schwer zu erklären, zumal die Zahlen jedenfalls noch bis Jahresende zulegen werden, wie prognostiziert wird.

Details, welche Bereiche diese Kürzungen wie treffen werden, seien nun in Ausarbeitung, so Popper-Pieber. Es sei aber klar, dass insbesondere externe Partner, also Schulungs- und Beratungseinrichtungen, diese Einsparungen spüren werden, beispielsweise bei Ausbildungsplätzen oder etwa auch im Bereich von Sprachausbildungen. Aufgrund des hohen Kürzungsvolumens von 17 Millionen Euro müsse wohl „in jedem Bereich eingespart werden“, so Popper-Pieber. Man stehe mit den Trägerorganisationen aber im Austausch „und wir werden informieren, sobald es zu Festlegungen kommt“.

Steirische AMS-Geschäftsführung: Karl-Heinz Snobe und Stellvertreterin Yvonne Popper-Pieber
Steirische AMS-Geschäftsführung: Karl-Heinz Snobe und Stellvertreterin Yvonne Popper-Pieber © AMS/Chris Zenz

Das steirische AMS-Förderbudget sinkt im kommenden Jahr damit in etwa auf den Stand von 2015 – damals lag die Arbeitslosigkeit in der Steiermark zwar höher als derzeit. Umgekehrt verweist Popper-Pieber aber auch auf die heute ganz anderen Kostenstrukturen, die Ausbildungen seien deutlich teurer geworden, u. a. auch aufgrund höherer Investitionen in die technische Infrastruktur.

Dass das Budget doch noch aufgestockt wird, wird als nicht realistisch eingestuft. Aufgrund der nahenden Nationalratswahlen sei es unwahrscheinlich, dass die zuständigen politischen Gremien noch zusammentreten, so die Einschätzung von Popper-Pieber.