Spanische HofreitschuleRechnungshof kritisiert Unterbringung der Lipizzaner in der Stallburg

Von mangelnder täglicher Bewegung und einer teilweisen Überbelastung der Pferde spricht der Rechnungshof in einem aktuellen Bericht. Geschäftsführerin Sonja Klima ist um das Wohl der Pferde bemüht und hat in ihrer Amtszeit schon einige Änderungen vorgenommen.

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Das weiße Ballett der Spanischen Hofreitschule ist seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt © Rene van Bakel/Spanische Hofreitschule
 

Das Ballett der weißen Pferde in der Spanischen Hofreitschule in Wien ist ein Aushängeschild österreichischer Kultur. Kein österreichisches Tourismusprospekt erscheint ohne ein Bild der traumhaft schönen und eleganten Lipizzaner und ihrer Bereiter, die mit ihrer Reitkunst die Massen verzaubern. Doch nun wird Kritik geübt an der Institution, die eine lange Tradition vorweisen kann. Der Rechnungshof bemängelt in einem aktuellen Bericht die Unterbringung der Lipizzaner in der Stallburg in Wien. „Für die Prüferinnen und Prüfer war nicht ersichtlich, ob die in der Wiener Innenstadt untergebrachten Lipizzaner zumindest einmal täglich, entweder im Rahmen des Trainings oder in der Schrittmaschine, bewegt werden“, heißt es im Bericht. Ebenfalls kritisiert wird, dass „es aufgrund des wirtschaftlichen Drucks zu einer Einsatzfrequenz der Hengste kam“, die sich zulasten der Gesundheit der Pferde auswirkte. Auch gesundheitlich angeschlagene Pferde sollen bei den Vorführungen gezeigt worden sein.

Kommentare (2)
Jelineck
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Schuster bleib bei deinen Leisten

Seit Jahrhunderten sind Pferde in der Stallburg, und jetzt maßen sich die Finanzbürokraten an, das zu kritisieren?! Absurd.

MuskeTiere4
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Ach und wieso ist es denn für die Lipizzaner schlecht

alle zwei Monate im Rotationsprinzip am Heldenberg mehr Auslauf zu bekommen? Zu der vielen Kaiser Zeiten wurden Pferde wesentlich öfter im Freien bewegt, weil die Stadt ursprünglich noch nicht so zugebaut und recht hermetisch war. Karl VI, Maria Theresia, Joseph II usw. aber auch Prinz Eugen lebten mit ihren Tieren doch noch sehr viel mehr am Stadtrand oder auf Landsitzen mit viel Auslauf, Jagdgebieten wie zum Beispiel Schloß Schönbrunn oder Schloß Hof. Heute ist die Stallburg viel weiter drinnen in der Stadt, der Weg zum täglichen natürlichen Auslauf viel weiter. DAS macht den entscheidenden Unterschied aus zwischen der Stallburg heute und damals. Den Pferden soll es doch zwischen dem dichten Aufführungsprogramm gut gehen! Das wollen doch alle, oder etwa nicht!?