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KöflachZehn Stunden lang kein Arzt für Totenbeschau

Mehrere Stunden musste eine Familie in Köflach auf eine Totenbeschau warten. Die Gesetzeslage sorgt bei den Beteiligten für Frustration.

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Der Zustand ist für die Beteiligten unzufriedenstellend © Kzenon - Fotolia
 

Um halb 1 Uhr nachts hörte ihr Herz auf zu schlagen. Bis allerdings eine Totenschau bei einer verstorbenen Köflacherin durchgeführt werden konnte, vergingen angeblich weitere zehn Stunden. „Es war einfach kein Arzt greifbar“, erzählt Eva Grambichler, die Schwester der Verstorbenen. „Wir haben es beim Notruf, beim LKH Weststeiermark und mit dem Gesundheitstelefon versucht, niemand konnte uns helfen.“ Zwar habe die Dame am Gesundheitstelefon versucht, einen Arzt im Bezirk zu finden, der zur Verfügung stünde, wurde allerdings nicht fündig. „Erst am nächsten Tag haben wir durch Eigeninitiative einen Arzt gefunden, der die Totenbeschau durchgeführt hat. Die Nacht war die Hölle“, schildert die Weststeirerin. Vor einem halben Jahr kam es in Köflach zu einem ähnlichen Fall. Daraufhin wurde der Ruf nach Veränderung laut.

Kommentare (23)

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kriemhildepeinhopf
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KP

Als mein Mann vor 4 Jahren starb, kam die Distriktsärztin (ist im gleichen Ort!) gar nicht, weil sie besoffen war. Es war aber an einem Wochentag um ca. 18h. Die Männer der Bestattung hätte ihn nicht mitnehmen dürfen, ohne der Totenbeschau. Sie riefen mit dem Notarztprotokol den nächsten Arzt, (20 km entfernt!!!!) der kam dann zu der Bestattung um die Totenbeschau durchzuführen.

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MP95
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Körberlgeld

Wer rückt den bitte für 170€ + Kilometergeld aus? Niemals für diesen Kleinbetrag. Verdient ihr alle so wenig?

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MoritzderKater
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WIR

leben nicht vom Angeben!

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MoritzderKater
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Die Hinterbliebenen hatten sich nur.......

....... selbst aufgeschaukelt!
Warum ist es "die Hölle" wenn man mit einem Verwandten, der verstorben ist, eventuell in einem Raum sein muss? Was kann dieser Mensch noch tun?
Sehr eigenartig dieses Gehabe.
Früher hielten die Leute Totenwache - die ganze Nacht und alle haben's überlebt.
HystOrie würde ich meinen. ;-(

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jaenner61
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natürlich ist es unangenehm

wenn in einem raum ein verstorbener angehöriger liegt, aber zu sagen „es war die hölle“ finde ich auch nicht ok. wie es in einem kommentar hier schon erwähnt wurde, früher war es am land normal, zuhause aufgebahrt zu werden, und mit sicherheit hat es keiner als „die hölle“ bezeichnet.

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KarlZoech
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Mittlerweile auch schon 67 erinnere ich mich daran, dass früher Tote in der Regel zu Hause zwei bis drei Tage aufgebahrt wurden.

Das war offenbar für die Menschen damals deshalb kein Problem, da sie ein ziemlich ungestörtes Verhältnis zum Tod an sich hatten. Der heutige Mensch, welcher den Tod zumeist verdrängt, kann dann natürlich nicht damit umgehen, wenn die tote Oma (Opa, Schwester, Bruder, Vater, Mutter) nicht umgehend vom Bestatter abgeholt wird, denn offenbar muss der (die) Tote umgehend aus den Augen sein, auch wenn er (sie) dann natürlich trotzdem nicht aus dem Sinn ist.
Und das ist das wahre Problem.
PS. Andererseits, wäre ich Arzt, so würde ich für 170 Euro plus Km-Geld schon auch nachts ausrücken, wenn gewünscht bzw. gebraucht.

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Liezen
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Es geht nicht nur ums Abholen.

Die Beschauen dienen der Feststellung der Todesursache. Auch Verbrechen sollen so erkannt werden. Würden Sie um ein Körberlgeld 365 Tage im Jahr eine Bereitschaft machen wollen??

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laster
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170,00 plus Fahrtkosten pro Einsatz

sehe ich nicht als Körberlgeld!!

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rb0319
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Es steht Ihnen frei

ein Medizinstudium zu beginnen, danach die Facharztausbildung zu machen und sich um eine Praktikerstelle zu bewerben um die EUR 170,- zu erhalten.

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musifussi
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(Doktor) Liezen

anscheinend schon. Traurig.

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KarlZoech
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@ Liezen: Mir ist natürlich klar, dass es auch um die Feststellung der Todesursache

und fallweise um Ausklärung von Verbrechen geht; doch vermute ich, das beides hier nicht das vorrangige Problem der Angehörigen war. Bei älteren Verstorbenen ist die Todesursache oft ohnehin klar, wegen vorangegangener Krankheit(en).

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jaenner61
6
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wie abgehoben muss man sein

um 170€ plus kilometergeld als körberlgeld sieht? ihnen ist scheinbar nicht bewusst, dass familien mit weniger geld eine woche leben müssen

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Liezen
5
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Eher Realist

aber wenn sie diese Art der Debatte führen wollen ... bitte

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Liezen
5
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Es ist nicht so dass man um 170.-

hinfährt und das war’s...sie müssen dafür an Sa/So/Weihnachten und Silvester immer erreichbar sein, sie brauchen eine lange Ausbildung dazu. Und sie haben eine Verantwortung zu übernehmen. Nur das Geld zu sehen ist zu einfach. Fragens mal den Schlüsseldienst was er fürs kommen verlangt ... fragens mal andere gut verdienende Berufsgruppen was die für eine Gutachtertätigkeit verlangen.. was hat das mit anderen Familien zu tun...

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schauerd
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Totenbeschau

Der politische Wille war es die Distriktsarztregelung auslaufen zu lassen, dementsprechend gibt es diese nicht mehr. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der eine Bestätigung ausstellen darf, dass der Tod eingetreten ist, um den Leichnam abholen zu lassen, gibt es Wochentags von 18 - 24 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertags von 7 - 24 Uhr.

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berggrazer
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Schreckt mich jetzt nicht...

Bei meinem Schwiegervater waren es vor 4 Jahren 13 Stunden in Graz Umgebung. (2 Uhr Früh bis 3 Nachmittag).
Dachte das sei normal (hatte gottseidank bis dato keine Vergleichsfälle...)

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Ichweissetwas
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Interessant wäre nun,

wie der "Landesvater" das Problem angeht, wurde er doch vom Volk gewählt....?!

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frako
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Unglaublich

Sind wir jetzt wieder im Jahr 1519 oder wie?

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Liezen
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Nein 1450

..

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dado
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Selbstverursacht

Diese Regierung die diesen Zustand beschlossen hat wurde mit Mehrheit wiedergewählt!
"Ein Landesvater für alle Steirer!!!"
Nur sterben sollst halt nicht.

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docholliday
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Genauso ists

Hr schützhöfer hat das distriktsarztsystem mutwillig zerstört. Unter dem applaus der Öffentlichkeit

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docholliday
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Auch wenn die daumenrunterfraktion es nicht gerne hört

Unser landes daddi hatts kaputt gemacht. Ich weiss wovon ich rede, auch wenns manchen nicht passt

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bond007
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Bezahlung, Belohnung

Also was immer gut funktioniert hat ist Bezahlung und Belohnung. Menschen sollen das angeblich mögen. Und in einem Land wie Österreich wo Politiker mit dem Geld im Rucksack herumlaufen und wir eines der reichsten Länder der Welt sind sollte das doch bitte für unsere Gesundheit drinn sein 5 Hanseln zu bezahlen damit sie einen Nachtdienst machen.

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