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Steirer des TagesToni Maier spielt sich zum 70er das Ständchen selbst

Heute feiert Star-Trompeter Toni Maier aus Bärnbach seinen 70. Geburtstag. Dessen Weltkarriere begann vor 50 Jahren.

SKI FLYING - FIS WM Bad Mitterndorf 2016
Trompeter Toni Maier spielte bei der Eröffnung der Skiflug-WM 2016 am Kulm die Hymne © GEPA pictures
 

Wenn Toni Maier zur Geburtstagsfeier lädt, kommen sie alle. Vom Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl über Historiker Stefan Karner bis ORF-Legende Günther Ziesel werden Wegbegleiter und Freunde persönlich gratulieren. Nur Hermann Schützenhöfer und Michael Schickhofer mussten passen – sie sind beim Nachtslalom unabkömmlich. Das Ständchen zum 70er spielt sich der Trompeter mit Weltruf heute selbst.

Rund 100 Auftritt absolviert der Weststeirer pro Jahr. „Der Grundstein dafür ist das Üben. Ich übe noch immer jeden Tag.“ Als Kind war das noch anders. Denn 1958 bekam Anton von seinem Lehrer einen Eintrag ins Mitteilungsheft, weil er die Noten vergessen hatte, was ihm nicht geglaubt wurde. „Ich bin der Meinung, dass er die Übungen nicht genügend geübt hat!“, schrieb der Lehrer. Darüber schmunzelt Maier noch heute. Inzwischen probt der Trompeter jedes neu einstudierte Stück hunderte Male, „auswendig spielen kann ich tausende Lieder“.

Die hohen Töne

Seine Karriere hatte 1969 begonnen, als der legendäre Fatty George in Graz auftrat und einen Trompeter für seine Band suchte. „Mein Professor meinte, niemand außer mir treffe die hohen Töne.“ Maier überzeugte beim Vorspiel. Kurz darauf lernte er Saxofonist Heinz von Hermann kennen, der Maier im Oktober 1969 ein Probenspiel bei Max Greger vermittelte. Unter 176 Bewerbern setzte sich der damals 20-Jährige durch.

Am Filmball in München folgte der erste Auftritt. „Danach kam Max Greger zu mir und meinte, ich sei doch Steirer?“ Gregers Orchester war für die TV-Show „Der goldene Schuss“ mit Vico Torriani in der Liebenauer Eishalle gebucht – Maier durfte ein Solo spielen und wurde über Nacht zum Star. „Dabei wäre ich vor der Show fast nicht in die Halle gekommen“, schildert der Weststeirer. Max Greger musste persönlich zum Portier, den er dann fragte: „Na, kennen Sie den Maier nicht?“

"Der goldene Schuss" in Graz: Vico Torriani, Max Greger und Toni Maier (von links) Foto © KK

Der Rest ist Geschichte: Allein die Greger-LP „Trumpets“ mit sechs Maier-Soli errang fünf goldene Schallplatten. Später wechselte der Weststeirer ins klassische Fach – als erster Trompeter bei den Wiener Symphonikern. Neben internationalen Tourneen spielte er beim Begräbnis von Jochen Rindt, bei Jagden von Otto Herberstein und Karl Schwarzenberg blies er die Fanfaren. Ab 2002 leitete Maier 15 Jahre lang das Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz.

Als nächstes möchte der 70er mit seinen Söhnen Stefan und Martin, beide selbst erfolgreich im Musikbusiness tätig, auf Tournee gehen. „Der Start ist im Herbst geplant.“

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