Eigentlich sollten vor zehn Jahren in der Nähe des Salzstieglhauses die Bagger auffahren. Am Hirschegger Sattel an der Grenze zum Murtal plante der Unternehmer Arnold Hütter den Bau von drei Häusern mit insgesamt 28 Ferienwohnungen. Damit wollte er zusätzliche 12.000 Nächtigungen pro Jahr in die Gemeinde Hirschegg-Pack bringen. Doch das Anlegerprojekt wurde nie verwirklicht. Auf der nach wie vor unbebauten Fläche, die derzeit von einer dicken Schneedecke bedeckt ist, wurden lediglich einzelne Bäume gefällt.
Auch der Bau eines Wohngebäudes mit vier Ferienwohnungen, für das die Gemeinde im Jahr 2020 eine Baubewilligung erteilt hatte, wurde nicht umgesetzt. Über die FEWO Almpanorama Errichtungs GmbH mit Sitz in Spielberg, das Unternehmen des Projektinitiators, wurde Ende 2024 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Nun soll das 674 Quadratmeter große Grundstück in neue Hände gebracht werden.
Bieterversammlung am 11. März
Für den 11. März 2026 ist am Landesgericht Leoben eine Gläubigerausschusssitzung anberaumt. „Es handelt sich grundsätzlich um keine öffentliche Bieterversammlung. Interessenten können sich jedoch anmelden und nach entsprechender Prüfung ihrer Bonität daran teilnehmen“, erklärt Masseverwalter Thomas Böchzelt von der Leobener Kanzlei AHB Rechtsanwälte.
Das Grundstück liegt im Bauland und ist als Erholungs- bzw. Ferienwohngebiet gewidmet. In einem vom Bezirksgericht Voitsberg beauftragten Gutachten vom Juni 2025 wird der Bodenwert der Liegenschaft auf rund 60.700 Euro geschätzt. Arnold Hütter zufolge liegt der Schätzwert aufgrund der besonderen Lage des Grundstücks auf rund 1550 Metern jedoch „weit unter dem tatsächlichen Wert“. Er erwartet am 11. März ein Höchstgebot von bis zu 150.000 Euro. Ob der Verkauf der Liegenschaft freihändig erfolgen wird, ist laut Masseverwalter eine Entscheidung, die vom Gläubigerausschuss zu treffen ist. Eine entsprechende Verwertung bedarf zudem der gerichtlichen Genehmigung.