Seit Anfang Juli gibt es eine Neuerung am Spitalsstandort Voitsberg, der seit Jahresbeginn zum Spitalsverbund LKH Graz II gehört. Das ambulante hämato-onkologische Angebot – die sogenannte „Tumorambulanz“ – ist ab sofort jeden Donnerstag von 8 bis 15 Uhr als Terminambulanz geöffnet.
Kooperation mit Universitätsklinikum Graz
Das Angebot richtet sich speziell an Patienten aus den Bezirken Voitsberg, Deutschlandsberg und Graz-Umgebung. Diese werden etwa von den Ambulanzen und Stationen der Klinischen Abteilungen für Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Graz vermittelt, mit denen eine Kooperation besteht. Ziel ist es, den Patienten eine wohnortnähere Versorgung zu ermöglichen.
„Mit der Tumorambulanz in Voitsberg verkürzen wir für viele Menschen aus der Region die Anfahrtswege, vermeiden Wartezeiten und sichern gleichzeitig die gewohnte onkologische Qualität durch die enge Kooperation mit den Klinischen Abteilungen für Hämatologie und Onkologie am LKH-Univ. Klinikum Graz“, betont Primar Florian Eisner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Standort Voitsberg. „Besonders für Patienten, die eine orale Therapie erhalten oder sich in der Nachsorge befinden, ist das ein spürbarer Vorteil im ohnehin belastenden Krankheitsverlauf.“
Das ambulante Angebot umfasst die Nachsorge für alle Tumorarten ohne spezifische Therapie sowie die Betreuung während einer oralen Tumortherapie. Darüber hinaus gehören medizinische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten während einer Behandlung, wie beispielsweise Schmerztherapie oder Bluttransfusionen, zum Leistungsspektrum. Je nach Bettenkapazität ist auch eine stationäre Aufnahme möglich.
Nähe zur Heimat als Entlastung für Patienten
Pflegedirektorin Birgit Großauer hebt die Entlastung für Patienten sowie deren Angehörige hervor: „Die Nähe zur Heimat und die vertraute Atmosphäre hier am Standort kann den Krankheitsverlauf der Betroffenen positiv beeinflussen.“ Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei die Ambulanz ein wichtiger Schritt: „Mit diesem Angebot können wir nicht nur die Ambulanzen am Universitätsklinikum entlasten, sondern auch unsere Ressourcen in Voitsberg optimal nutzen“, so Betriebsdirektor Bernhard Haas.
Der Ärztliche Direktor Michael Lehofer unterstreicht die Bedeutung der Vernetzung innerhalb der Kages: „Diese Ambulanz ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kooperation zwischen Standorten und Abteilungen einen Mehrwert für die Patientinnen und Patienten bringt. Kurze Wege, gute Abstimmung und hohe Qualität, das ist unser Anspruch.“