Ostermontag, 25 Grad, da beschließen wir, den kühlen Teigitschgraben entlang zu wandern. So kühl war es dann dort zwar auch nicht, dafür aber herrlich still und erholsam. Als voriges Jahr im Juli plötzlich der Himmel seine Schleusen öffnete, sah es hier von einem Tag auf den anderen ganz anders aus. Ein Unwetter überschwemmte das Tal bis hinter nach Krottendorf-Gaisfeld, in der Nacht darauf setzte ein heftiger Gewittersturm ein. Die Folgen waren verheerend, zahlreiche Bewohner mussten ausgesiedelt werden, viele sahen sich mit den Trümmern ihrer Existenz konfrontiert. Doch noch am selben Tag begannen auch die Hilfskräfte – das Bundesheer, Gemeindebedienstete, Feuerwehren, Freunde und wildfremde Helfer – mit den Aufräumarbeiten. Jetzt, ein Jahr später, spazieren wir durch die einst wildromantische Schlucht.