Er hatte nicht damit gerechnet, dass das alles so schnell eintritt. Aber dass die Situation rund um Corona und Co. so ist, wie sie ist, überrascht Herbert Hierzer nicht. Schließlich hat er das alles bereits durchlebt und vorausgesehen, in seiner „Zwischenwelt“, wie er sie nennt, in die er nach einem schweren Unfall beim Schnapsbrennen im Jahr 2012 abgetaucht war. Die Überlebenschancen standen bei null, der ganze Körper war verbrannt. Sechs Wochen lag er im Koma, in seiner subjektiven Wahrnehmung spricht er von 40 Jahren in diesem Paralleluniversum zwischen Leben und Tod. „Ich habe dort Enormes gesehen, bin tausend Tode gestorben und habe die Zukunft, wie sie jetzt ist, schon erlebt“, sagt der 61-Jährige. Was genau das war, und wie sich sein Weg zurück ins Leben gestaltet hat, schildert er in seinem ersten Buch „Tiefschlaf“, das 2016 erschienen ist.
Ausstellung im Weinstadl Olarizi
Eindrücke aus Parallelwelt zwischen Leben und Tod
Sechs Wochen verbrachte Herbert Hierzer aus St. Margarethen/Raab nach einem Unfall zwischen Leben und Tod. Was er dort erlebt und erfahren hat, verarbeitet er in Bildern und Büchern. Dieses Wochenende zeigt er seine Werke im Weinstadl „Olarizi“.
© Katharina Lagler