Es war der 8. August 2012, der das Leben von Herbert Hierzer verändert hat. „Eigentlich hätte ich wohl sterben sollen, aber irgendetwas wollte, dass ich noch einmal zurückkehre“, sagt der heute 57-Jährige. An jenem 8. August war er im eigenen Gasthaus in St. Margarethen an der Raab mit Schnapsbrennen im Keller beschäftigt. Nach Erkenntnissen der Polizei hat er vergessen, einen Ring zu fixieren, dadurch war der ganze Raum unter Schnapsdampf. „Ich habe zu Boden gesehen, es ist alles bläulich gewesen, die Flammen haben sich bis zur Decke ausgebreitet“, erzählt er über den Moment nach der Explosion, die er selbst nicht wahrnahm. Rund zehn Sekunden war er in den Flammen, hat das Feuer eingeatmet, bis er nichts mehr geschmeckt hat. Dann hat ihn eine Stimme, die ihn schon sein ganzes Leben begleitet hatte, erinnert: „Herbert, du musst löschen!“
Neues Buch
"Ich bin 100 Tode gestorben"
Der Oststeirer Herbert Hierzer lag sechs Wochen im Koma. Er kann sich an vieles erinnern und hat ein Buch geschrieben. Am Sonntag präsentiert er es.
© Raimund Heigl