Musical des Borg BirkfeldRomy und Julian: Statt mit Degen wird mit dem Smartphone gefochten

Am 15. Februar führt der Musikzweig des Borg Birkfeld das Musical „Romy und Julian“ zum ersten Mal auf. Im Juni 2017 begann die Vorbereitung.

Intensiv wurde für die Premiere des Musicals geprobt © Karin Scherf-Kachelmaier
 

Ruhig geht es in dieser letzten Woche vor den Semesterferien am Borg Birkfeld zu. Nicht etwa, weil es in der Woche vor den Semesterferien nichts zu tun gäbe, sondern weil sich mehr als ein Drittel der Schüler den letzten Proben für das Musical „Romy und Julian“ widmet, das am Donnerstag uraufgeführt wird.

Seit Juni 2017 laufen die Vorbereitungen für das Musical, das Musikprofessor und Organisator Werner Fraß nach drei Jahren Pause mit dem Musikzweig des Borg aufführt. Eingebunden sind nicht nur die Musikklassen, auch die anderen Zweige arbeiteten mit, gestalteten die Bühnendekorationen und halfen bei der Technik. „Alle sind mit Begeisterung dabei. Vieles wurde außerhalb der Schulzeit geschaffen, ich denke, alle haben erst da begriffen, welche Arbeit hinter so einem Musical steckt“, sagt Fraß.

Die Auswahl des Stückes wurde bereits bei einem Schreibworkshop Ende des letzten Schuljahres getroffen. Auf Grundlage des klassischen Literaturwerks „Romeo und Julia“ von William Shakespeare schrieb man ein modernes Stück mit vertauschten Charakteren. Aus Romeo wurde Romy und aus Julia wurde Julian. Passend für die jungen Darsteller gehören die beiden Jugendlichen verschiedenen, verfeindeten Musikzweigen einer Schule an. Dennoch verlieben sie sich. Ihre Liebe wird mit den Mitteln der heutigen Zeit bekämpft: Statt mit Degen wird der Kampf über die sozialen Medien ausgefochten. Wie die Geschichte ausgeht, das sollte man selbst bei einem Besuch erkunden.

Hinter der Fassade der Liebesgeschichte sticht eine Botschaft heraus, die damals wie heute wichtiger ist als die Liebesgeschichte an sich: Sie zeigt, wie sinnlos es ist, wegen nichtiger Dinge zu streiten und zu kämpfen – damals wie heute.

Romy und Julian: Fotos von den Proben

Karin Scherf-Kachelmaier
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Die Schauspieler, Sänger und Tänzer bewegten sich schon in den Proben gekonnt und gingen in ihren Rollen voll auf. Auch deshalb, weil sie die Dialoge, angeleitet von Regisseurin Beatrix Brunschko, selbst entwickelt hatten. Unter dem Motto „Shakespeare meets Beatles“ wurden für die Musik Lieder von den Beatles übernommen. Gespielt und gesungen werden sie alle live von den Schülern selbst und der Big Band des Borg.

Die Hauptrollen der Romy und des Julian übernehmen Tobias Hirsch und Lena Spranger. „Ich freue mich schon auf den Auftritt, aufgeregt bin ich nicht wirklich. Ich habe schon Theatererfahrung, da ich seit sieben Jahren bei der Theaterfabrik Weiz mitspiele“, meint Spranger. Bei der Generalprobe war auch Hirsch nicht nervös, aber: „Wenn ich dann vor allen Leuten auf der Bühne stehe, wird schon auch ein wenig Aufregung dabei sein.“

Das Musical

Hauptdarsteller: Tobias Hirsch und Lena Spranger

Leitung: Werner Fraß; Regie: Beatrix Brunschko; Choreo: Sonja Felber

Aufführungen: 15., 16. und 17. Februar, jeweils um 19.30 Uhr in der Peter-Rosegger-Halle Birkfeld

Karten: Papierecke Heschl, Raiba Birkfeld, Borg Birkfeld und Abendkassa (Erwachsene: 13 Euro, Jugend 7 Euro)

Weitere Infos: www.schulmusical.at

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