Die Verhandlungsrunden sind gestartet. Wie berichtet hat der Gemeinderat von St. Stefan ob Stainz mehrheitlich den Vertrag mit dem Roten Kreuz gekündigt. Dieser läuft nun mit 31. Dezember 2027 aus. Grund für die Kündigung war laut Bürgermeister Stephan Oswald, dass nur das Rote Kreuz den Rettungseuro bekommt, nicht etwa das Grüne Kreuz. Letzteres hat den Sitz in der weststeirischen Gemeinde. Man wollte daher auch ein Zeichen setzen.

Nun setzt sich Oswald mit beiden Organisationen an den Verhandlungstisch. Das erste Treffen mit dem Roten Kreuz fand Donnerstagnachmittag statt.

Vom Katastrophenfall zu Kosten

Konkret sprach der Ortschef mit Bezirksstellenleiter Florian Klug und Bezirksgeschäftsführer Bernd Wippel-Grundauer vom Roten Kreuz Deutschlandsberg sowie den Rotkreuz-Landesgeschäftsführern Helmut Schellnegger und Silke Jungbauer. „Es war ein wertschätzendes Gespräch, auch wenn sie natürlich nicht gerade begeistert waren“, sagt Oswald. Neben der Frage wie „Wie schaut es in einem Katastrophenfall aus?“, wurde auch über mögliche anfallende Kosten gesprochen, wenn das Rote Kreuz ohne Vertrag ausrückt.

„Es ist noch vieles offen. Ich habe aber bereits um eine genaue schriftliche Information etwa zu den Kosten gebeten“, sagt er. Weitere Gesprächsrunden sind ebenfalls geplant. Auf Nachfrage zeigt sich das Rote Kreuz indes zurückhaltend. „Es war ein respektvoller Austausch, und wichtig, persönlich über die Beweggründe zu sprechen“, heißt es. Details werde man in weiteren Treffen mit der Gemeinde besprechen.

Mit dem Grünen Kreuz will sich der Bürgermeister in den beiden nächsten Wochen zusammensetzen. Bis spätestens diesen Dezember soll ein neuer Vertrag beschlossen werden.