Im Februar 2025 riefen das Berufliche und Soziale Kompetenzzentrum Südsteiermark (Kompetenz) und der Abfallwirtschaftsverband Leibnitz (AWV) das Projekt „RE Check“ ins Leben. An der Abgabestelle in der Leibnitzer Karl-Morre-Gasse 11 verfolgt ein engagiertes Team das Ziel, alten Elektrogeräten ein zweites Leben zu geben.
Mit Erfolg, wie sich nach einem Jahr Betrieb zeigt: Seit Projektbeginn wurden insgesamt 1.055 Elektrogeräte technisch geprüft, aufbereitet und anschließend an bedürftige Personen weiterverkauft beziehungsweise weitergegeben. Als niederschwellige Verkaufsstelle kooperiert das Kompetenzzentrum dabei mit der Sozial-Info-Stelle der Stadtgemeinde Leibnitz.
Acht Tonnen weniger
Durch die Aufbereitung konnten rund acht Tonnen Elektroschrott vermieden werden. Unter anderem blieben 43 Kühlschränke, Gefrierschränke und Waschmaschinen, 271 Haushaltsgeräte sowie 305 Kaffeevollautomaten und 283 Akkugeräte im Nutzungskreislauf.
Bewerkstelligt wurde dies von Elektrofachtechniker Ernest Gaal und einer Arbeitsgruppe des Kompetenzzentrums. Die inklusive Gruppe umfasst Menschen mit Behinderung sowie Jugendliche aus dem Programm „AusbildungsFit“. Entsprechend ihrer Fähigkeiten übernehmen die Teilnehmer vorbereitende Arbeiten, Sortier- und Reinigungsaufgaben, administrative Tätigkeiten oder auch den Kontakt mit Kunden.
Mit „Energy Globe Styria Award“ ausgezeichnet
Die gesellschaftliche und fachliche Relevanz des Projekts „RE Check“ zeigte sich auch in der Auszeichnung mit dem „Energy Globe Styria Award 2025“. Die südsteirische Kombination aus Abfallvermeidung durch Wieder- und Weiterverwendung in Verbindung mit inklusiver Beschäftigung wurde damals in der Kategorie „Kommunen“ geehrt.
Während der Fokus im ersten Projektjahr auf dem Aufbau und der Stabilisierung der Sicherheitsprüf- und Aufbereitungsprozesse lag, gibt es bereits konkrete Pläne für die Zukunft. Heuer widmet sich das von der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria (EAK) geförderte Projekt dem Aufbau eines regionalen Reparaturnetzwerks.