Schon vor dem Start um 13 Uhr formiert sich eine Warteschlange vor dem Regionalbüro der Kleinen Zeitung in Feldbach: 50 südoststeirische Bäuerinnen werden gleich ihre Kekse verkaufen – für die Kleine Zeitung-Hilfsaktion Steirer helfen Steirern.

Kekse, Glühwein und ein nettes Gespräch

Es geht los und schon ist das Foyer voll. "Ich hab' selbst schon neun Kilo Kekse gebacken, mir geht es ums Helfen", erzählt etwa Sonja Hasenburger, nachdem sie zwei Packerl Kekse gekauft hat. Sie ist nicht die Einzige, die Kekse sind heiß begehrt. Dazu gibt es auch Glühwein, Punsch, Striezel und ein nettes Gespräch. Wer sich vor dem ersten Schneefall schützen will, kann auch eine Haube für den guten Zweck kaufen. Die gibt es übrigens immer zu den Büroöffnungszeiten.

Nach dem großen Ansturm kommen weiterhin laufend Menschen ins Büro, um sich noch ein übriges Keks-Packerl zu kaufen. Zufrieden mit der Aktion sind Wilma Kaufmann (Ortsbäuerin in Feldbach), Maria Matzhold (Bezirksbäuerin) und Magdalena Siegl (Frische Kochschule). Die Begeisterung der Bäuerinnen sei ungebremst. "Einige Damen haben schon angekündigt, dass sie kommendes Jahr wieder dabei sind", erzählt Matzhold schmunzelnd.

650 Packerl Kekse für den guten Zweck

Obwohl es viel Arbeit bedeutete, bis Vanillekipferl, Lebkuchen und Burgenländer Sonnen im Packerl gelandet sind. Die Backöfen von rund 50 Bäuerinnen in der Südoststeiermark liefen in den vergangenen Wochen heiß: Sie haben 650 Packerl Kekse gebacken.

Alleine zum Verpacken der Kekse sind 20 Frauen rund fünf Stunden in der Backstube gestanden – gemeinsam. Das ist ein großer Pluspunkt der Aktion: "Die Bäuerinnen genießen es, wieder gemeinsam zu backen, Rezepte auszutauschen und zu kosten", erzählt Siegl. Das sei während der Coronapandemie zu kurz gekommen. Wichtig sei auch, dass mit der Aktion Menschen in der Umgebung geholfen werde, so Matzhold.

Eine weitere Gelegenheit bieten die Bäuerinnen am Samstag (3. Dezember) ab 9 Uhr in Bad Radkersburg. Dann verkaufen sie ihre Kekse am Hauptplatz. Und es gilt wieder: solange der Vorrat reicht.