Bezirksgericht: Kein Unterhalt, aber teures AutoJunger Vater hatte Geld für teures Leasingauto, aber nicht für Alimente

Junger Mann mit einer Latte an BH-Strafen wegen Verkehrsdelikten zahlte lange keinen Unterhalt für sein Kind, leistete sich aber die Leasingraten für ein teures Auto. Mit Zahlung in letzter Minute entging er einer Verurteilung.

Um ausgebliebene Unterhaltszahlungen ging es am Bezirksgericht © Helmut Steiner
 

Der junge Mann ist mit seinem Bewährungshelfer gekommen. Verletzung der Unterhaltspflicht wird ihm zur Last gelegt. Lange - seit 1. Jänner 2017 - hat er gar keinen Unterhalt bezahlt. Er fühlt sich schuldig. Kürzlich hat er aber 2500 Euro bezahlt.

Die Aufnahme seiner Daten durch Bezirksrichterin Elisabeth Schwarz liefert Anlass für Fragen. 25.000 Euro offene BH-Strafen, das meiste davon „Mopedstrafen“. „Ein Schätzbetrag“, so der Mann. Und dann sind da noch Leasingraten für ein Auto, das nicht eben Mittelklasse ist. „Wenn Sie eh so viele Schulden haben. Mit 11.000 Euro kann man schon ein gutes gebrauchtes Auto kaufen. Dann muss ich keine hohen Leasingraten zahlen. Dann bleibt mehr für das Kind. Sie leben auf zu großem Fuß“, spricht Bezirksrichterin Elisabeth Schwarz Klartext. "Wenn Sie einen Dauerauftrag machen, sind wir zufrieden", betont Schwarz.

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Der junge Mann will die noch offenen 175 Euro gleich bezahlen. Zuvor erklärt der junge Mann aber noch die Verhältnisse. Er lebt mit der jungen Kindesmutter in Lebensgemeinschaft und muss auch sie erhalten. Das gemeinsame Kind ist mit Zustimmung der blutjungen Eltern bei den Eltern der Kindesmutter untergebracht. Es gibt auch ständigen Kontakt zum Kind.

Sie leben auf zu großem Fuß.

Die Bezirksrichterin

Dann geht es mit dem Bewährungshelfer zur Bank. Wenig später kehrt der junge Mann mit dem Einzahlungsbeleg zurück. Damit ist die Sache vom Tisch.

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