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STEIRER DES TAGES

Den Intellekt fordern

Markus Butter, Mitglied des Ensembles der Dresdener Staatsoper, singt derzeit im Theater an der Wien in Benjamin Brittens "The Rape of Lucretia".

© AP
 

In Österreich atme ich einfach anders", schildert Markus Butter seine Liebe zur Heimat. Dennoch findet der junge Bariton aus der Obersteiermark sein Engagement an der renommierten Staatsoper in Dresden für seine künstlerische Laufbahn ideal: "Die Semper-Oper ist das Opernhaus schlechthin, mit einem tollen Orchester und einer ebensolchen Akustik."

Markus Butter hatte einst Medizin studiert. Dennoch holte ihn das ein, was er schon als Kind gern und intensiv betrieben hatte: "Die Liebe zum Singen ist mir daheim in Kapfenberg von meinen Eltern eingepflanzt worden."

Bei den Wiener Sängerknaben traf er auf den späteren Grazer Domkapellmeister Josef M. Doeller. Damit nahm die Entscheidung, das Singen zum Beruf zu machen, ihren Lauf. Butter sang Soli im Grazer Domchor, erhielt seine Ausbildung am Konservatorium in Graz bei Harald Bogner und dann an der Kunstuniversität bei Agathe Kania-Knobloch und Martin Klietmann. Im Münchner jungen Opernensemble fand er erste Aufgaben, denen der Ruf nach Düsseldorf folgte.

Dresdens Intendant Gerd Uecker lud ihn zum Vorsingen für eine Rolle, aus der dann doch nichts wurde, ein; einem Ensemblevertrag stand das allerdings nicht im Wege. An der Semper-Oper wurde für den heute 37-Jährigen die Partie des Wolfram in Richard Wagners "Tannhäuser" zum ersten Höhepunkt. Rollen in Hans Werner Henzes "L'Upupa" und "Gisela", die ihm auf den Leib komponiert scheinen, liebt er besonders, "weil sie den Intellekt herausfordern".

Derzeit ist Markus Butter im Theater an der Wien in Benjamin Brittens "Rape of Lucretia" zu hören. Lesen Sie dazu auf Seite 63.

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