OststeiermarkWie die SPÖ ihre Mitglieder bei Laune halten will

Über Zuwächse bei den Parteieintritten freuen sich der oststeirische SP-Regionalvorsitzende Wolfgang Dolesch und Landesgeschäftsführer Oliver Wieser. Die Partei will sich öffnen, die Regionalstruktur bliebt vorerst unangetastet.

SP-Landesgeschaeftsfuehrer Wieser in Hartberg
Regionalvorsitzender LAbg. Wolfgang Dolesch, Assistentin Doris Freißling-Lieb, Landesgeschäftsführer Oliver Wieser, Regionalgeschäftsführer Hans Hammer © Harald Hofer
 

Seit knapp drei Jahren als Abgeordneter im Landtag und seit vergangenem Dezember als Nachfolger von Max Lercher der neue Landesgeschäftsführer der SPÖ: Der 44-jährige Oliver Wieser ist ein typischer Quereinsteiger in die Politik.

Am Mittwoch besuchte er das SPÖ-Servicebüro in Hartberg. "Mir geht es darum, die Büros und die Menschen persönlich kennenzulernen. Ich sehe auch, welche Potenziale es gibt", schilderte Wieser. Vorerst soll an den Regionalstrukturen nichts geändert werden, der Parteigeschäftsführer schließt das für die Zukunft aber nicht aus. Es gehe um Nähe zu den Parteimitgliedern und um Service: "Die Mitglieder müssen den Nutzen der Partei für sie erkennen", erklärte Wieser.

"Wir liegen bei den Neueintritten in der Oststeiermark bereits bei 75 Prozent unseres Jahresziels", sagte Regionalvorsitzender Wolfgang Dolesch, der sich sonst in Bezug auf Mitgliederzahlen wortkarg gab. Es gebe allerdings seit dem Vorjahr wieder einen steigenden Trend, was Dolesch und Wieser auf die Politik der neuen Bundesregierung zurückführen.

Die Partei solle sich daher auch weiter öffnen, schwebt Wieser vor und erklärt: "Wir dürfen keine Funktionärspartei sein, sondern bringen jedem einzelnen Mitglied Wertschätzung entgegen." Erreicht werden soll dies in Zukunft durch offene Mitgliederparlamente und Mitgliederräte.

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