Handelt es sich bei den Proben aus der Steiermark um einen „Asbestskandal“ (Greenpeace) oder reine „faktenbefreite Panikmache“, wie die FPÖ meint? Einer, der das Spannungsfeld kennt, ist Roland Pomberger von der Montanuniversität Leoben (Fachgebiete Umwelttechnik und Abfallwirtschaft). „Das Grundproblem ist: In unseren Köpfen ist verankert, vor Asbest Angst haben zu müssen. Zweifellos ist es gesundheitsschädlich“, sagt er. Nicht ohne einzuschränken: „Natürliche Asbestminerale in Gesteinen kommen häufig vor. Erst wenn Asbest als Staub in der Luft vorliegt, wenn Fasern freigesetzt werden, dann wird es gefährlich.“ Daher seien Luftmessungen vor Ort entscheidend.
Experte zu Asbest-Fällen
Pomberger: „Luftmessungen vor Ort sind entscheidend“
Roland Pomberger von der Montanuniversität Leoben über asbesthaltiges Material, das von Greenpeace in der Oststeiermark aufgespürt worden ist.
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