"I hob an riesigen Bledsinn gmocht", übt die Angeklagte Selbstjustiz. Die junge Kärntnerin bereut das Geschehene zutiefst: Sie arbeitete auf der MotoGP als Kellnerin, hatte den ganzen Tag über nichts gegessen, jedoch "drei Spritzer und drei Schnapslan" getrunken, welche mit 1,74 Promille zu Buche schlugen. Nach der Schicht wurde ihr eine Unterkunft zugesichert – dass dies lediglich ein Zelt war, welches sie sich zudem mit zwei fremden Männern hätte teilen sollen, verursachte bei der Kärntnerin eine "Kurzschlussreaktion" - sie trat die Flucht nach Wolfsberg zu ihren Eltern an. Die Fahrt endete jedoch nach zehn Minuten, als die junge Dame sich eine Zigarette anzünden wollte und daraufhin in ein Taxi auf der linken Fahrspur sowie in einen Zaun krachte.
Bezirksgericht Judenburg
"Riesiger Bledsinn" mit Folgen und teures Lehrgeld für Freier
Eine wenig durchdachte Flucht im alkoholisierten Zustand, ein teurer Spaß mit einer Prostituieren und horrende Unterhaltsschulden - am Judenburger Bezirksgericht wurde wieder verhandelt.
© Maria Steinwender