Es ist ein entsetzlicher Vorfall, den Sandra Rinofner und Melanie Mühlthaler von der Lebenshilfe Judenburg schildern. Ein Mann leidet an starken Schmerzen aufgrund einer akuten Entzündung, der Hausarzt überweist ihn stationär ins Krankenhaus. Dort wird er abgewiesen – siebenmal in 72 Stunden. "Wir sind mit ihm von Krankenhaus zu Krankenhaus gefahren, aber nirgends war ein Bett für ihn frei. Diese Verzweiflung muss man sich vorstellen. Dass so etwas in Österreich passiert, ist unfassbar."
Lebenshilfe schlägt Alarm
Siebenmal von Spitälern abgewiesen: "Für schwer Beeinträchtigte ist das Alltag"
Die Gesundheitsversorgung für Menschen mit schweren Beeinträchtigungen sei in ländlichen Regionen noch immer prekär, schildert die Lebenshilfe. Sie fürchtet, dass das Thema zum Politikum verkommt. Gesundheitsressort verweist auf laufende Bedarfserhebung.
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