Es ist eine Geste, die sinnbildlicher kaum sein könnte. Mit seinem nach dem positiven Asylverfahren zuerkannten Konventionsreisepass klopft sich Shohibuddin Aman wiederholt auf die Stirn. Worte allein genügen ihm nicht mehr, um auszudrücken, für wie untragbar er das Verhalten mancher seiner ebenfalls in Österreich lebenden Landsleute ansieht.
Afghanischer Lehrling in Murau
"Wer Verbrechen begehen will, soll in Afghanistan bleiben"
Shohibuddin Aman flüchtete vor wenigen Jahren selbst aus Afghanistan. Nach dem Tod der 13-jährigen Leonie in Wien rechnet er mit gewalttätigen Landsleuten ab - und bittet gleichzeitig: "Glaubt nicht, dass wir alle gleich sind."
© Raphael Ofner