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Warten auf Totenbeschau"Mir wurde geraten: Den Toten zudecken, Fenster aufmachen"

Wegen Gesetzeslücke heißt es oft lange Warten auf einen Arzt, der die Totenbeschau durchführt. Novelle soll diesen Engpass beheben.

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Bevor es zum Begräbnis kommt, können Trauernde derzeit auch mit anderen Unannehmlichkeiten konfrontiert sein - das Warten auf einen Arzt, der die Totenbeschau vornimmt, kann lange dauern
Bevor es zum Begräbnis kommt, können Trauernde derzeit auch mit anderen Unannehmlichkeiten konfrontiert sein - das Warten auf einen Arzt, der die Totenbeschau vornimmt, kann lange dauern © Fotolia
 

Verstorbene können oft viele Stunden nicht abgeholt werden, weil sich kein Arzt findet, der den Tod und die Todesursache feststellt. Dieses Problem gibt es in der Steiermark seit der Einführung des Gesundheitstelefons am 1. April.

Kommentare (5)

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Dogsitter
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in meiner Kinderzeit

war es üblich den Toten 3 Tage im Haus aufzubahren, jeder der wollte konnte dann kommen und Abschied nehmen, habe das noch ganz gut im Gedächtnis, da auch wir Kinder vom Opa so Abschied genommen haben...mein letzter Großvater starb auch zuhause und blieb über Nacht da, so konnten wir uns alle noch in Ruhe verabschieden und trauern....abgeholt wurde er am nächsten Tag, ein paar Stunden auf den Totenbeschau zu warten, sehe ich nicht als so furchbar an...? wenn die Umstände nicht "grausig" sind...(viel Blut etc.)

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KarlZoech
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Der Bericht zeigt, wie weit heutige Menschen verlernt haben, mit dem Tod umzugehen.

Liegt ein Toter, eine Tote, nur einige Stunden in der Wohnung oder im Haus, so ist das heute ein Problem, die Menschen können damit nicht umgehen. Früher hingegen wurden Tote sogar zu Hause aufgebahrt.

Natürlich ist es, schon aus hygienischen Gründen ein Fortschritt und gut so, dass heute Tote bis zur Beerdigung bzw, Kremierung gekühlt in Leichenhallen aufbewahrt werden.
Und im hier geschilderten Fall nach einem Suizid kommen wohl noch ganz andere Gesichtspunkte zu tragen, welche für eine sehr rasche Abholung der Leiche sprechen.

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Sandratz
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- KarlZoech - Es macht aber einen Unterschied,

ob der Leichnam einfach liegengelassen bleibt oder ordentlich aufgebahrt. (Geruchsbildung usw) Außerdem ging es im oben beschriebenen Fall ja auch um Suizid. Das ist bestimmt eine völlig andere Situation, als wenn ein alter Mensch, einfach "friedlich einschläft". Im Körper eines gerade Verstorbenen, spielen sich sofort chemische Reaktionen ab. Ich habe selbst erst kürzlich, eine Dame auf die ich öfter aufpasste, durch ihren Sterbeprozess begleitet. Habe mich neben sie gelegt und bin dann auch noch etwas liegen geblieben, bis ich mir ganz sicher war... Der Arzt war verständigt; war bald da. Ab dem Zeitpunkt des Todes, anschl. Besprechung mit Arzt, … bis ich sie, gemeinsam mit ihrer Familie, für den Bestatter hergerichtet habe, vergingen gerade mal zwei Stunden. Trotzdem lag schon der süßliche Geruch in der Luft. Das ganze Zimmer roch anders, bis hinaus in den Flur. Das ist keine Einbildung, sondern eine Tatsache. FRÜHER war das sicher irgendwie nicht so arg für die Leute. Speziell am Land. Aber: Jetzt ist das mit der Hygiene eben alles anders. Früher hatten die Leute manchmal ihr Hemd fast die ganze Woche an. Heut oft nicht mal einen ganzen Tag... Es ist glaube ich nicht so der Tod an sich, vor dem sich die Leute fürchten. Sondern vor dem "Drumherum".

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Warum braucht man, wenn jemand tot ist - ein "Gesundheitstelefon"?

das ist jetzt aber schon etwas pervers...

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alwin
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Zitat: .."Tod feststellen nur der Arzt"

Vorher ist man eventuell nur leblos.

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