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HohentauernStatt Evakuierung gab's das Ende der Katastrophe

Die Geschehnisse in Hohentauern überschlugen sich am Freitag - und überraschten Journalisten wie Bundesheer.

Freiwillige Abreise statt Evakuierung: Nur eine Handvoll Urlauber nahm das Angebot des Bundesheeres in Anspruch © Sarah Ruckhofer
 

Damit hätte keiner gerechnet: Um die Mittagszeit fanden sich am Freitag Dutzende Journalisten von fast allen österreichischen Rundfunkstationen in St. Johann am Tauern ein, dazu Vertreter diverser Printmedien. Sie alle warteten auf die für 13 Uhr geplante Evakuierung der rund 280 Touristen aus Hohentauern. Das Bundesheer stand mit 27 Mann (und Frau) sowie zehn Unimogs bereit, der Einsatz war perfekt durchgetaktet.

Zehn Minuten vor geplanter Abfahrt nach Hohentauern dann der alles verändernde Anruf: die Straße ist freigegeben. Schnappatmung bei Journalisten, ungläubiges Staunen beim Bundesheer. Alles soll anders sein? Die Evakuierung abgeblasen? Ein kurzer Gegencheck bei Hohentauerns Bürgermeister Heinz Wilding bestätigt: Die Lawinengefahr ist gebannt – die Katastrophe vorerst vorbei.

Hohentauern: Erleichterung über offene Straßen

"Gute Übung"

„So etwas passiert, wir sehen es als gute Übung an“, nahm Oberst Christian Fiedler vom Militärkommando die Änderung gelassen. Statt zehn machten sich nur drei Unimogs auf den Weg nach Hohentauern, ein letztes Mal über den Notweg. Freilich, hätte man das geahnt, auch die abenteuerliche Lebensmittellieferung von Donnerstag wäre nicht notwendig gewesen.

Einsatzleiter des Bundesheeres: Karl Heinz Tatschl, Jägerbataillon 18 Foto © Sarah Ruckhofer

Aber wer hätte das ahnen können? „Erstmals haben wir heute aus der Luft eine gute Beurteilung machen können“, erklärt Pölstals Bürgermeister Alois Mayer. „Durch den Wind ist der Schnee verblasen worden, die gefährlichen Stellen waren frei.“ Die Evakuierungen sind zu Ende, die Menschen durften gestern zurück in ihre Häuser. Nur der Katastrophenzustand bleibt aufrecht: „Wir erwarten wieder Schneefall, dann beginnt die ganze Lagebeurteilung von vorne...“.

 

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