Junges Start-up"BiLLiTii": App begeistert nicht nur TV-Juroren

Der gebürtige Knittelfelder Horst Eckstein will Menschen mit Beeinträchtigungen vernetzen. App und Blog brachten ihm in der TV-Show "2 Minuten 2 Millionen" viel Lob ein.

Investor Michael Altrichter glaubt an den Erfolg der App © (c) © Gerry Frank Photography 2017
 

Mit 16 veränderte sich das Leben von Horst Eckstein schlagartig: Nach einem Mopedunfall ist der gebürtige Knittelfelder mit einer dauerhaften Lähmung seines rechten Arms konfrontiert. Was zuvor selbstverständlich war, wird nun zur Herausforderung. Schreiben, Laufen, Radfahren – der Steirer kämpft sich durch, wird erfolgreicher Skifahrer. Bis ein Riss des Kreuzbandes seinen Traum von den Paralympics schlagartig beendet.
„Das war vor zwei Jahren. Damals habe ich erstmals aktiv den Kontakt zu Menschen gesucht, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen“, erzählt Eckstein.

Über BiLLiTii

Der BiLLiTii Blog porträtiert faszinierende Menschen und ihre Geschichten.
Die App ist ein kostenloser digitaler Chat, der Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Familien und Freunden Antworten auf individuelle Fragen gibt.

Kontakt: www.billitii.com; horst@billitii.com

2016 legt er den Grundstein für „BiLLiTii“, eine App, die den Austausch zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern soll. „Wer ist der beste Orthopäde? Wie kann ich Sachen bedienen? Diese Fragen können Menschen, die selbst betroffen sind, am besten beantworten.“
Vergangene Woche stellte Eckstein – er lebt seit seinem 24. Lebensjahr in Salzburg – seine Idee in der Puls 4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ vor. Für seinen Präsentation erntete der 38-Jährige viel Lob, es hagelte aber auch kritische Fragen. „Ich wurde zerpflückt, aber damit habe ich schon gerechnet.“

150.000 Euro an Land gezogen

Trotz Nervosität meistert Eckstein seinen Auftritt bravourös und holt mit Michael Altrichter einen erfahrenen Investor an Bord. 150.000 Euro für 25 Prozent, so der Deal – plus das umfangreiche Netzwerk der Linzer „Startup 3000“-Gruppe. Eckstein: „Mir war es wichtig zu zeigen, dass die Idee kein Hirngespinst ist.“ Zudem brachte der Auftritt dem Unternehmen viel Aufmerksamkeit, die man nun aktiv nutzen will: „BiLLiTii“ geht nach einer Testphase in den Echtbetrieb über.
Für seinen Blog sucht Eckstein nun nach „Menschen mit außergewöhnlichen Geschichten, die Vorbild für andere sein können“.

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