Über den aktuellen Stand, was das Wohnprojekt im Einkaufszentrum Arena angeht, berichtete Bürgermeister Volkart Kienzl (ÖVP) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Fohnsdorf. Das Projekt erregt seit Monaten Aufsehen (wir berichteten). Ein Aspekt ist die rechtswidrige Verordnung „Wohnen“. Bei der Dezember-Sitzung des Gemeinderats stand die „Behebung des raumordnungsrechtlichen Widerspruchs“ auf der Tagesordnung: Die SPÖ stimmte aber nicht für diese Behebung, die erforderliche Zweidrittelmehrheit kam somit nicht zustande.
Die zuständige Abteilung des Landes Steiermark reagierte Anfang Februar mit einem Schreiben, wie Kienzl bei der Sitzung am Dienstag, 24. Februar, mitteilt. Dieses Schreiben verliest er auch: Inhalt ist unter anderem, dass die Aufsichtsbehörde gesetzwidrige Verordnungen aufzuheben habe. Noch ist dies nicht geschehen, das Verfahren wurde jedoch bereits eingeleitet.
Die Gemeinde wird in dem von Volkart Kienzl verlesenen Schreiben aufgefordert, zur Sache Stellung zu nehmen. Kienzl: „Da sich dieses Schreiben an die sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderats richtet, werde ich als Bürgermeister diese Stellungnahme nicht abgeben.“ Es soll im Bauausschuss eine Vorberatung geben und bei der Sitzung im März über diese Stellungnahme abgestimmt werden.
Schulprojekt
Auch das geplante Schulprojekt wird angesprochen. Ebenfalls im Dezember wurde die „Vergabe einer Standort- und Projektentwicklungsstudie“ beschlossen. Wie berichtet soll geprüft werden, ob die Mittelschule künftig in die Räumlichkeiten der HLW einzieht. Hintergrund: Für die Sanierung der Mittelschule müsste viel Geld in die Hand genommen werden, im Schulgebäude der HLW wäre indes ausreichend Platz. Kienzl: „Am Ende des Tages müssen alle Schülerinnen und Schüler in sanierten Räumlichkeiten unterrichtet werden.“ Mitte Mai soll ein Konzept vorliegen. Geprüft werden auch etwaige Nachnutzungen von leerstehenden Räumen und wie die Nachmittagsbetreuung in Zukunft aussehen soll.
Sanierung des Stadions
Außerdem am Programm stehen heuer die Sanierung der Kindergärten beziehungsweise im kommenden Jahr die Sanierung der Volksschulen. Auf die Sanierung des Stadions angesprochen meint Kienzl, dass das Stadion eines Tages nicht nur vom Sportverein, sondern auch von Kindergärten und Schulen genutzt werden soll – es zur „Sportstätte für die Allgemeinheit“ werden soll. Dies würde auch bei den Bedarfszuweisungsgesprächen helfen: „Im Moment haben wir das Budget nicht, aber wir wollen in dieser Periode das Projekt auf Schiene bringen.“