800 Jahre feiert die Stadt Knittelfeld im Jahr 2024 mit einem umfangreichen Programm. Das Jubiläum wird das gesamte Jahr mit diversen Veranstaltungen zelebriert, die Mitte Jänner präsentiert worden sind. Davor ging Stadtarchivar Hans Rinofner kurz auf ein paar historische Details ein. „Chnuttelvelde“ sei 1224 erstmalig urkundlich erwähnt worden. Und zwar in einem Schriftstück anlässlich eines Rechtsstreits zwischen dem Stift Seckau und dem Pfarrer von Lind. Das Stadtrecht wurde Knittelfeld 1302 verliehen.

„Als Stadtarchivar ist man in einem Jubiläumsjahr besonders gefordert“, so Rinofner. Die Geschichte der Stadt wird im Rahmen einer Ausstellung mit 20 Stationen im öffentlichen Raum aufgearbeitet. Die Eröffnung ist am 4. Mai, es soll auch eine Festschrift geben.

Jubiläumspark neben Stadtpark

Im Juni soll der „Jubiläumspark“ eröffnet werden. Der Bereich hinter dem Eurospar beim Stadtpark wurde von „Baugrund auf grünen Erholungsraum rückgewidmet“, wie Vizebürgermeister Erwin Schabhüttl erklärt. Hier soll ein farbenfrohes Stück Knittelfeld entstehen – mit Blumen, Obstbäumen und Sträuchern.

Ein interdisziplinäres Festival namens „Communication 24“ wird Ende Oktober/Anfang November stattfinden. Es soll an das von Knittelfelder Jugendlichen 1971 initiierte Projekt „Communication 71“ anknüpfen, das Konzerte, Theater, Lesungen, Diskussionen und mehr umfasst hat. Zur Neuauflage werden aus der Region stammende Menschen eingeladen, die international tätig sind. Zudem geplant sind Konzerte, Theater, Licht- und Tonkunst sowie einiges mehr. „Möglicherweise entsteht auch eine Knittelfeldhymne“, so David Reumüller, der das Communication-Projekt mit Karl Stocker koordiniert.

Das Kulturreferat des Landes Steiermark unterstützt die Kulturprojekte übrigens mit einer Förderung von 100.000 Euro.

Der Lindwurm von Ingering

Einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche wird es ebenfalls geben, das Motto lautet: „Der Lindwurm von Ingering“. Nicht nur Klagenfurt hat einen Lindwurm, auch im Ingeringsee soll laut einer Sage einst ein derartiges Wesen gelebt haben. Außerdem erstellte der Arbeiter-Briefmarkensammler-Verein Knittelfeld eine Sonderbriefmarke.

Jubiläumsklang und Farbenrausch: Ein Fest der Künste wird am 1. Juni über die Bühne gehen. Und bereits am 25. Jänner findet für geladene Gäste eine Jubiläumsgala statt. Eingeladen wurden Mitglieder sämtlicher Vereine und Institutionen, Ehrungen stehen ebenso am Programm wie die Erneuerung der Städtepartnerschaft mit Kameoka. Wer live dabei sein möchte, kann sich die Veranstaltung via Livestream auf Kanal3 anschauen.

Weitere Veranstaltungen

Noch zahlreiche weitere Veranstaltungen wird es geben, darunter: ein Stadtquiz im Kapuzini (19. April), ein Jubiläumskonzert mit der Eisenbahner Stadtkapelle (27. April) und von 9. bis 12. Mai ein Festprogramm im Eisenbahnmuseum. Im Jubiläumsjahr wird aber auch zum Public Viewing am Hauptplatz geladen, wo alle Spiele der Fußball-EM gezeigt werden. Die „Music Nights“ werden ebenfalls wie gewohnt an Donnerstagen stattfinden.

Bürgermeister Harald Bergmann freut sich jedenfalls auf die Veranstaltungen – und: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich einbringen.“

Programmpräsentation im Kulturhaus mit Vizebürgermeister Erwin Schabhüttl, Bürgermeister Harald Bergmann, Stadtarchivar Hans Rinofner, Jörg Opitz (Citymanagement) und David Reumüller (Koordinator Communication 24)
Programmpräsentation im Kulturhaus mit Vizebürgermeister Erwin Schabhüttl, Bürgermeister Harald Bergmann, Stadtarchivar Hans Rinofner, Jörg Opitz (Citymanagement) und David Reumüller (Koordinator Communication 24) © KLZ / Michaela Egger